23.11.2017: PeerBerry (Aventus Group) in die Plattformliste hinzugefügt.
06.01.2018: "Iute Credit" in die Darlehens-anbahner-liste hinzugefügt.

Meine Bondora High Risk Strategie Teil 2

Bereits 5 Monate investiere ich bei Bondora in besonders riskante Kredite mit dem Bondora Rating „HR“. Die Zinssätze der spanischen Kredite liegen dabei zwischen 57 und 93 %. Bondora prognostiziert in dieser Bondora-Rating-Gruppe eine Rendite von 20%. Dies ist der zweite Teil dieser Reihe. Lesen Sie hier den ersten Teil meiner Strategie wo ich mir die verschiedenen Szenarien näher anschaue Teil 1

Meine Vorgehen sieht so aus: Kurz bevor ein Kredit ausfällt, also bereits fast 2 Monate in Verzug ist, stelle ich den Kredit zum Verkauf auf dem Zweitmarkt. Natürlich werden solche Kredite nur mit hohen Abschlägen verkauft, die bei etwa 50-70% liegen. Dabei realisiere ich die Verluste sofort und brauche nicht mehrere Jahre warten ob Bondora das Geld eintreiben kann. Nachteil ist eben dieser hohe Abschlag der sich sofort bei der Rendite bemerkbar macht.

Übersicht:
Bisher habe ich in 40 spanische High-Risk Kredite investiert, in denen bereits die erste Rate fällig war.

    Nach Plan: 14 Kredite
    Zahlungsverzug: 14 Kredite
    Verkaufte Kredite kurz vor Ausfall: 9 Kredite
    Vollständig zurückgezahlt: 3 Kredite

Bereits 9 Kredite habe ich verkauft die kurz vor dem Ausfall standen. Also eine Ausfallquote von zur Zeit 23%. Allerdings konnten noch nicht alle Kredite ausfallen. Die verkauften Anteile hatten keine oder nur eine Rate bezahlt.

Einen guten Überblick erhalte ich wenn ich die erhaltenen Zinsen und die Verluste durch Verkäufe vergleiche:

high-risk-strategie-data
Erst im April / Mai war es soweit das die ersten Kredite kurz vor dem Ausfall standen und ich diese mit Verlust verkauft habe. Wie in der Grafik zu sehen habe ich bisher eine negative Rendite bei meiner Strategie eingefahren. Die Ausfälle durch Verkäufe übersteigen zur Zeit die erhaltenen Zinsen.

Rendite nach Steuern
Bei besonders hohen Ausfällen wie es hier der Fall ist, kommt noch der Steuernachteil hinzu. Denn auf Zinsen müssen Steuern gezahlt werden und die Ausfälle kann man derzeit nicht gegenrechen. Dazu dieses Beispiel:
Habe ich Ausfälle in Höhe von 1.000 € und Zinseinnahmen in Höhe von 1.300 € sieht dies auf den ersten Blick sehr positiv aus. Rechnet man nun ca. 26 % Steuern auf die Zinsen ab, so ist bei diesem Beispiel sogar eine negative Rendite daraus geworden.
Rechnung:
1.300 € * 0,26 = 338 € an Steuern zu zahlen.
Nach Steuern sieht es dann nicht mehr so gut aus:
1.300 € – 338 € – 1000 € = 38 € Verlust, also eine negative Rendite

Je höher also die Ausfälle auf Kreditmarktplätzen, desto stärker fällt die aktuelle Steuerregelung ins Gewicht. Bei meiner Strategie bei Bondora ist mit Ausfällen von bis zu 70 % zu rechnen. Da fällt das also sehr stark ins Gewicht.

Ich bin selber gespannt wie es weiter geht. Es ist wirklich schlecht abzuschätzen wie sich die Kredite entwickeln werden. Die große Unbekannte heißt vorzeitige Tilgung. Zahlen alle gut laufenden Kredite bereits nach wenigen Monaten zurück, reichen die Zinsen nicht aus um die Ausfälle zu kompensieren.
Ich werde hier in Zukunft weiter berichten wie sich meine Strategie weiter entwickelt.

 

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