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Über 30% Rendite im Mai 2022 bei der P2P-Anlage

Über alle P2P-Plattformen in welche ich investiert bin, lag die Rendite im Mai 2022 bei 30,4% p.a.

Das war wieder eine rekordverdächtige Monatsrendite. Noch nie konnte ich bei der P2P-Anlage 3 Monate hintereinander in den letzten 11 Jahren so hohe Renditen erzielen.

Die berechnete Rendite ist die Netto-Rendite des P2P-Portfolios nach Ausfällen und Abschreibungen.

Die hohe Rendite im Mai entstand wieder durch Einmaleffekte. Die Cashbacks bei Mintos haben auch dazu beigetragen. Aber auch der Zweitmarkthandel bei Mintos. Bei Afranga gab es eine höhere Nachzahlung von Zinsen, weil Afranga bei Zweitmarktverkäufen die Haltezeit bisher nicht verzinst hatte. Somit kam diese Einmalzahlung zustande.

Prognostiziert hatte ich im Mai eine Rendite zwischen 17 und 22% p.a.

Es wurden dann doch deutlich mehr, was vorher nicht absehbar war.

Meine bisherige P2P Gesamtrendite und eine Prognose der nächsten Monate

Die letzten 3 Monate:

März 2022

April 2022

Mai 2022

+33,0 %

+29,9 %

+30,4 %

Rechner

Gesamtrendite in den letzten 3 Monaten:

+31,1 % p.a.   

Zunkunft Rendite-Prognose der nächsten Monate:

Juni 2022 Juli 2022 August 2022

15-20%

14-19 %

13-18 %

Im Mai hatte ich zum 4. mal in Folge negative Abschreibungen. Auch das ist ein Rekord. Das bedeutet das die Ausfallsumme über alle Plattformen hinweg, gesunken ist. Ich betrachte dabei alle Kredite, welche mit mehr als 60 Tagen in Verzug sind. Da ich in den vergangenen Jahren viele solche Ausfallkredite angesammelt haben, kommen daraus nun jeden Monat ein Teil durch die Eintreibung wieder zurück.
Zum Beispiel hatte ich negative Abschreibung für die Plattformen Finbee, Finbee Tschechien und Bondora. Das heißt bei diesen Plattformen sank die Ausfallsumme. Bei NeoFinance und HeavyFinance hatte ich normale Abschreibungen, weil hier die Ausfallsumme stieg.

Cashback-Auszahlungen hatte ich im Mai bei Mintos von Planet42, Delfin Group und Eleving Group erhalten.

Ausblick: Im Juni wird es wohl nur eine geringere Auszahlsumme von Cashbacks geben. Und zwar eine von Delfin Group. Diese Einmaleffekte, durch welche meine Rendite so stark war, fallen dann nun fast ganz weg. Im Juni dürfte sich die Rendite aber wirklich normalisieren. Ich gehe von einer Rendite von ca. 15% bis 20% aus. In den Monaten danach gehe ich von noch geringeren Renditen aus, weil sich dann langsam die ersten Auswirkungen des Krieges und der hohen Inflation auf das Portfolio auswirken könnten. Bei Aktien sieht man die negativen Effekte von Krisen meist sofort. Bei der P2P-Anlage gibt es natürlich auch Auswirkungen, diese treten aber mit einer Verzögerung von ca. einem halben Jahr ein.

Hier gibt es übersichtlich alle Monatsrenditen seit dem Jahr 2011 aufgelistet.

Wieder 4-stellige Cashback-Zahlungen bei Mintos

strategiewechsel

Im Mai 2022 habe ich 1582,80€ an Cashback-Zahlungen bei Mintos erhalten. Zusätzlich dazu gab es natürlich auch noch die normalen Zinsen. Im Schnitt erhalte ich bei Mintos 14,7% an Zinsen.

Im April hatte ich sogar noch mehr Cashback-Zahlungen erhalten. Aber nun ist die Zeit der Aktionen wie es aussieht vorbei. Zumindest gibt es aktuell keine laufenden Cashback Aktionen mehr.

Nun werde ich mein Kapital bei Mintos nicht mehr erhöhen. Entweder werde ich das Kapital reinvestieren oder reduzieren und zu anderen Plattformen umschichten. Es kommt darauf an wie sich die Zinssätze entwickeln. Außerdem möchte ich abwarten wie die neuen Mintos Notes bei Anlegern ankommen.

Interessant werden könnte es noch jetzt Ende Juni bei Mintos. Denn ab 1. Juli 2022 wird der Zweitmarkt für Schuldverschreibungen geschlossen. Dann könnte es noch die letzten Tage gute Angebote auf dem Zweitmarkt geben. Wenn manche Anleger noch schnell ihre langlaufenden Kredite verkaufen wollen, welche sie nicht die volle Laufzeit halten wollen. Bei hohen Rabatten (Über 10% Discount) werde ich Kredite von Kreditgebern die ich für gut halte kaufen, auch wenn die Laufzeiten lang sind.

Afranga zahlt nicht ausgezahlte Zinsen aus

Am 25.05.22 staunte ich, als ich sah das ich an einem einzelnen Tag über 537€ an Zinsen erhalten hatte. Ich dachte dies muss eine Fehlbuchung sein. War es aber nicht. Ohne Vorankündigung wurden aus den vielen Monaten seit es dem Zweitmarkt gibt fehlende Zinsen nachgezahlt.

Denn sobald man einen Kredit auf dem Zweitmarkt verkauft hatte, hat man nie wieder Zinsen von diesem Kredit erhalten. Obwohl man diesen eigentlich für die Haltezeit bekommen müsste. Dies hat Afranga auf Nachfrage von einem Anleger überprüft und festgestellt das die Berechnungen fehlerhaft waren. Diese Beträge wurden dann am 25.05.22 allen betroffenen Anlegern ausgezahlt.

Ich hatte mich schon über meine geringe Rendite bei Afranga im 1. Quartal 2022 gewundert, aber nicht weiter im Detail nachgeschaut. Ich hatte nur 9,7% p.a. Rendite erzielt. Mit den jetzt nachgezahlten Zinsen wäre die Rendite natürlich höher. Jetzt überlege ich wieder bei Afranga aufzustocken. 12% Zinsen sind mir aktuell zu wenig. Es schwankt immer bei Afranga. Zur Zeit gibt es wieder Kredite mit 14% Zinsen.

Bei den meisten Plattformen ist bereits der Hauptteil der Kredite in Verzug als Verlust abgeschrieben:

PlattformAnteil der abgeschriebenen Darlehen
LendermarketKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Bondora100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+0,0% gegenüber dem Vormonat
Mintos100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

Weniger als 2 Euro in "Recovery"
Finbee100,0% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+0,8% gegenüber dem Vormonat
EsketitKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
AfrangaKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
OmarahaKeine Darlehen mit mehr als 100 Tagen in Verzug.
Werden automatisch mit Verlust von Omaraha verkauft
HeavyFinance31,4% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+10,0% gegenüber dem Vormonat
Iuvo Group100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
MonceraKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
SwaperKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Lenndy100% des kompletten Kapitals bei Lenndy bereits abgeschrieben
(Investiert + Nicht investiert)

+0,0% gegenüber dem Vormonat
Viventor100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
NeoFinance91,8% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

-0,7% gegenüber dem Vormonat
MonestroKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Finbee Tschechien100,0% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+0,0% gegenüber dem Vormonat

Verhältnis P2P Gewinne zu den monatlichen Abschreibungen:

Im Mai 2022 gab es eine geringe negative Abschreibung
Zu den erhaltenen Zinsen kamen 1% von negativen Abschreibungen hinzu
Von allen Zinsen + Zweitmarktgewinnen kamen also noch 1% durch Inkassozahlungen hinzu

Beispiel:

    —> 10€ durch negative Abschreibungen insgesamt bei allen Plattformen
    —> 1000€ Gewinne insgesamt bei allen Plattformen
    —> Nettogewinn: 1010€

Bei einem Wert von 100% würden alle erhaltenen Gewinne für monatliche Abschreibungen weg gehen und die Rendite würde 0% betragen. Bei einem Wert von über 100% wäre die Rendite negativ.
Also: Je geringer der Anteil desto besser.

Meine P2P-Anlage Rendite im Vergleich zum MSCI World:
Der MSCI World Index (inklusive Ausschüttungen) hatte im Mai 2022 eine negative Rendite von -1,5%. Aufs Jahr gesehen entspricht dies einer Rendite von -18,0% p.a.
Im Vergleich dazu hat mein verwaltetes Portfolio im Mai 2022 nach allen Abschreibungen und Zweitmarktgewinnen/Verlusten eine Rendite von 30,4% p.a. bei der P2P-Anlage erzielen können.

Quelle: Meine P2P-Anlage Rendite im Vergleich zum MSCI World Index (inklusive Reinvestiton der Ausschüttungen) Quelle: Justetf.com

Der Stand am Ende Mai 2022 sieht so aus:

  1. Meine P2P Rendite: Von 100 Punkten auf jetzt 556 Punkte
  2. MSCI World: Von 100 Punkten auf jetzt 336 Punkte

Fazit:

Nach über 11 Jahren P2P-Anlage konnte ich mit der P2P-Anlage im Jahr 2022 den besten Jahresstart erzielen. In den ersten 5 Monaten betrug die Rendite 26,7% p.a.

Damit ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen das das Jahr 2022 das beste Renditejahr werden könnte. Dafür müsste ich aber in den restlichen Monaten des Jahres im Schnitt mehr als 18,1% Rendite erzielen. Und das wird gar nicht einfach. Besonders weil es in meinem Portfolio bisher noch gar keine Auswirkungen des Krieges oder der Inflation gab.

Und wenn es zusätzlich noch in Europa zu einer Rezession kommen sollte, wird sich das auch auf die Ausfälle bei den P2P Plattformen auswirken. Mehr Kreditnehmer als üblich werden die Kredite nicht mehr zahlen können. Auch Kreditgeber welche zu starke Risiken eingegangen sind, könnten durch höhere Ausfälle der Kreditnehmer in Probleme geraten.

Deswegen glaube ich noch nicht an eine neue Rekordrendite in diesem Jahr. Ein sehr gutes Jahr wird es wohl dennoch werden. Bei einem Ausfall einen größeren Kreditgebers könnte es aber sehr schnell auch ein schlechtes Renditejahr werden

Die bisherige beste Netto-Jahresrendite konnte ich in den Jahren 2016 und 2017 erzielen. Damals waren es jeweils 21,7% Netto-Rendite nach alles Kreditausfällen und Plattformpleiten.

Der nächste Rendite Monatsbericht erscheint im Juli 2022 für den Monat Juni.

 

Kommentare: 2

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Hallo Andreas,

hast du das Gefühl, dass durch die steigende Inflation auch bereits die Renditen auf den Plattformen steigen. Oder siehst du da bislang keine Korrelation?

VG
Frederik

 

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    Hi Frederik,

    ja ich sehe durch die steigende Inflation auch bessere Renditen auf den Plattformen. Bei fast allen Plattformen gibt es nun deutlich mehr Zinsen als noch vor Kriegsbeginn.

    Mitte 2021 zum Beispiel:
    Da gabs 2% Inflation und der passive Anleger hat gute 12% bei verschiedenen P2P Plattformen machen können.
    Sind dann 10% Nettorendite wenn es keine Plattformpleiten gab.

    Jetzt:
    Jetzt sind es ca. 8% Inflation
    Bei verschiedenen Plattformen sind nun gute 14% Rendite möglich. Teilweise sogar deutlich mehr. Zum Beispiel bei Mintos.
    Das sind dann 6% Nettorendite wenn es keine Plattformpleiten gibt.

    Die Rendite nach Inflation fällt dann natürlich geringer aus. Aber wenn das ein Ausnahmejahr und kein Dauerzustand wird kann man es als Anleger verkraften.

    Meiner Meinung nach gibt es eine Korrelation weil sich Anleger bei hoher Inflation anders verhalten. Anleger sind dann nicht mehr so bereit in längere Laufzeiten zu investieren oder investieren mehr in Aktien weil diese gefalllen sind.
    Dann gibt es mehr Angebot an Krediten als Nachfrage und die Plattformen oder Kreditgeber müssen die Zinsen anheben.

    Wenn ein Kreditgeber gut aufgestellt ist und noch andere Finanzierungsmöglichkeiten hat muss er die Zinsen nicht unbedingt anheben.

    Ich bin gespannt wie hoch die Zinsen bei den P2P Plattformen dieses Jahr noch steigen. Die Inflation hat sich in Deutschland erstmal stabilisiert und ist im Juni 2022 jetzt sogar leicht gesunken (im Vergleich zum Mai 2022).

    Grüsse Andreas

     

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