Moncera P2P PlattformMein Portfolio bei HeavyFinance

Meine P2P Gesamtrendite im Januar 2021: 21,8%

Der Start ins neue Jahr 2021 verlief renditemäßig bei mir sehr gut. Meine erzielte Rendite bei allen P2P Plattformen zusammen lag nach Zweitmarkthandel und Abschreibungen aufs Jahr gesehen bei 21,8% p.a.

rendite januar2021

Damit reiht sich der Januar 2021 in die besseren Monate ein. In den vergangenen 10 Jahren gehörte der Januar bei mir im Schnitt der zu den besten Renditemonaten. Nur im Monat März und November konnte ich im Schnitt in den vergangenen 10 Jahren bessere Renditen erzielen. Zu den im Schnitt schwächsten Monaten gehören bei mir der April, Juni und Oktober.

Sicherlich wird es durch Abschreibungen, Zweitmarkthandel auch dieses Jahr turbulente Monate geben. Mein Ziel ist es weiterhin in diesem Jahr 12% Rendite nach allen Ausfällen zu erreichen. Das habe ich in diesem Artikel beschrieben.

Nach einem sehr gutem Renditejahr 2020 mit über 19% Rendite nach alles Ausfällen ist auf jeden Fall ein schwächeres Jahr zu erwarten. Es ist zu erwarten das ich in diesem Jahr erhöhte Ausfälle sehen werde die ich dann abschreiben muss. Bei Lenndy bin ich nun zum ersten mal mit einer möglichen Anbahnerpleite betroffen

Gründe für die gute Rendite
Eine der Gründe warum der Januar 2021 so gut verlief waren pünktliche Zahlungen von mehreren P2P-Darlehen in welche ich höhere Summen investiert hatte. Es wurden im Januar die Zinsen für gleich 3 Monate bezahlt. Ich habe also im November 2020 und Dezember 2020 keine Zinsen erhalten und dafür im Januar gleich für 3 Monate. Ohne diese Zahlungen läge die Gesamtrendite im Januar nur bei 18,4%.
Deswegen vermute ich stark das der Januar auch der Beste Monat im Jahr 2021 bleiben wird und sich die Rendite im restlichen Jahr an die 12% annähern wird.

7% der Zinsen gingen für Abschreibungen drauf
Etwa 7% der erhaltenen Zinsen im Januar gingen für die Abschreibungen drauf. Die meisten Abschreibungen hatte ich im Januar bei Bondora. Das sind immer noch die Darlehen die im Jahr 2020 ausgefallen sind, welche ich jeden Moant zu 10% als Verlust abschreibe. Bereits 88,9% aller Darlehen bei Bondora mit mehr als 60 Tage in Verzug habe ich bereits als Verlust abgeschrieben.

Meine erste mögliche Kreditanbahnerpleite: First Finance bei Lenndy:
firstfinance-1First Finance bei Lenndy bietet besicherte Autokredite an mit Rückkaufgarantie an. Fast mein ganzes Portfolio bei Lenndy besteht aus First Finance Darlehen. First Finance hat seit einigen Wochen die Zahlungen eingestellt. Kredite sind mit deutlich über 60 Tage in Verzug. Deshalb habe ich im Januar mein komplettes Lenndy Portfolio zu 5% abgeschrieben, da alle Darlehen am 1. Januar 2021 bereits mit mehr als 60 Tagen in Verzug war. Ich werde nun weitere 23 Monate jeweils 5% vom Portfolio als Verlust abschreiben. Wenn es von First Finance also keine Zahlungen mehr geben sollte, wäre die ganze Investition nach 2 Jahren komplett abgeschrieben und in der Rendite berücksichtigt.

Höhere Ausfälle in einer Rezession zu erwarten
Bei einer Rezession inmitten einer Wirtschaftskrise steigen die Ausfälle im P2P-Sektor deutlich an. Dies allerdings mit einer Verzögerung von 6-18 Monaten nach Beginn einer Rezession. Da wir uns europaweit, eigentlich fast weltweit in einer Rezession befinden ist natürlich bereits zu sehen das die Arbeitslosenquote steigt und Kreditnehmer ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Diese höheren Ausfälle werden die Rendite bei Plattformen ohne Rückkaufgarantie drücken. Bei Plattformen mit Rückkaufgarantie könnten einige Kreditanbahner im Zuge der schlechteren Zahlungsmoral der Kunden ebenfalls pleite gehen. Auch dies führt dazu das Anleger Gelder abschreiben müssen und die Netto-Rendite der Anleger sinkt.

no-buyback

    Plattformen ohne Rückkaufgarantie: Die Kredit-Ausfälle steigen etwa 6-12 Monate nach Beginn der Rezession an. Erst 6-12 Monate nach dem Höhepunkt der Rezession sinken die Kreditausfälle langsam wieder ab.

    buyback
    Plattformen mit Rückkaufgarantie: Kreditanbahner welche bereits vor der Rezession finanziell schlecht da standen, kommen sofort bei Beginn der Rezession in Probleme und werden zahlungsunfähig. Auch sehr hoch gehebelte Kreditanbahner welche sehr viel Fremdkapital aufgenommen haben, stehen in der Gefahr gleich zu Beginn der Rezession in eine Pleitewelle zu geraten.

    Aber auch gut geführte Kredit-Unternehmen stehen in der Gefahr auch noch 1-3 Jahre nach Beginn der Rezession an den erhöhten Ausfällen zu zerbrechen. Wenn

    Gut geführte Kredit-Unternehmen, welche sich schnell den neuem Umfeld anpassen können, könnten sogar nach der Krise besser dastehen. Wenn die Konkurenz aufgrund Liquiditätsmangel die Kreditvergabe drosselt, können andere Marktanteile dazugewinnen.

Rendite nach allen Ausfällen
Die größten Teile der Kreditausfälle habe ich bereits als Verlust abgeschrieben. Nur Lenndy ist noch frisch. Dort sind erst 5% als Verlust abgeschrieben. Hier werde ich, sollte es keine Zahlungen geben, von jetzt an jeden Monat weitere 5% als Verlust abschreiben.

PlattformAnteil der abgeschriebenen Darlehen
Mintos100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

Aktuell weniger als 2 Euro in "Recovery"
LendermarketKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Bondora88,9% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
Finbee99,9% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
OmarahaKeine Darlehen mit mehr als 100 Tagen in Verzug.
Werden automatisch mit Verlust von Omaraha verkauft
Iuvo Group20% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
MonceraKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
HeavyFinanceKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Lenndy5,0% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
Viventor100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
NeoFinance88,3% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
Monestro90,3% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
Finbee Tschechien100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben


Verhältnis P2P Gewinne zu den monatlichen Abschreibungen:

Ein sehr interessantes Verhältnis ist das Verhältnis der P2P Gewinne und den monatlichen Abschreibungen.
Also praktisch wie viel von den Einnahmen für die monatlichen Abschreibungen drauf geht.
Bei einem Wert von 100% würden alle erhaltenen Gewinne für monatliche Abschreibungen weg gehen und die Rendite würde 0% betragen. Bei einem Wert von über 100% wäre die Rendite negativ.
Also: Je geringer der Anteil desto besser.
monatliche abschreibungen januar 2021

Bis Mitte des Jahres 2015 hatte ich keine Abschreibungen, da ich alle Kredite vorher auf dem Zweitmarkt mit Verlust verkauft hatte. Den Höhepunkt gab es im Dezember 2019 wo fast alle Zinsen (über 90%) für Abschreibungen drauf gingen.

Bei einem negativen Wert gab es also in dem Monat mehr Inkassozahlungen als neue Abschreibungen. Dies war zum Beispiel im Dezember 2020 der Fall.

Ausblick:
Im Juni, Juli und den Monaten erwarte ich deutlich niedrigere Renditen. Denn im April und Mai gibt es bei mir weitere Zahlungstermine von Darlehen mit höheren Investitionssummen. Wenn diese im April bzw. Mai nicht zahlen wandernd diese im Juni , Juli in über 60 Tage in Verzug. Bei Nichtzahlung dürften die Abschreibungen deutlich ansteigen.

Außerdem könnte es noch die eine oder andere Überraschung geben, wenn ein Kreditanbahner ausfällt wo ich auch höher investiert bin. Dann können die monatlichen Abschreibungen schnell explosionsartig ansteigen. Ganz allgemein erwarte ich ein überdurchschnittliches 1. Halbjahr, und dafür ein sehr schwaches 2. Halbjahr 2021. Mit 12% Rendite für 2021 wäre ich sehr zufrieden.

 

Lendermarket veröffentlicht Geschäftszahlen zu Creditstar für 2020 (+5,7 Mio. Gewinn)

lendermarketHeute hat Lendermarket die aktuellen Zahlen für das Jahr 2020 von Creditstar veröffentlicht. Im Jahr 2020 konnte Creditstar einen Gewinn von 5,7 Millionen € erzielen.

Trotz der Corona-Krise hat Creditstar das Nettokreditportfolio um 28% gegenüber 2019 erhöht auf jetzt 144 Millionen €. Da die Kredite alle online vergeben werden, war Creditstar im letzten Jahr wegen Lockdowns nicht betroffen und konnte trotz des Lockdowns weiter Kredite online vergeben.

5,7 Millionen € Gewinn im Jahr 2020 trotz Corona-Krise
Im Gesamtjahr 2020 konnte ein Profit von 5,7 Millionen Euro erzielt werden. 2019 im Jahr davor waren es mit 5,9 Mio. € Profit nur ein wenig mehr Gewinn.

Creditstar Profit 2020

 1Q 20202Q 20203Q 20204Q2020 2020 2019
Gewinn+1,32 Mio. € +1,40 Mio. € +1,61 Mio. € +1,39 Mio. € +5,72 Mio. € +5,87 Mio. €

Quelle: Creditstar_Group_AS_Interim_Report_Q4_2020.pdf

Bisher waren die Zahlen für das erste Quartal 2020 die aktuellsten. Somit wussten die Anleger bisher nicht wie Creditstar durch die Corona-Krise gekommen ist. Das hat sich nun geändert und Creditstar hat für jedes Quartal die Finanzkennzahlen veröffentlicht.

2 neue Anleihen im Dezember 2020
Anfang Dezember hat Creditstar 2 neue anleihen ausgegeben. Eine mit 18 Monate Laufzeit, die andere mit 30 Monaten Laufzeit. Die Jahreszinsen belaufen sich auf 13% bzw. 13,5%. Mit dem Geld der Anleihen wurden einerseits ältere Anleihen abbezahlt und wird andererseits dazu genutzt um weiter zu wachsen und mehr Darlehen zu vergeben.

Währungsverluste:
Da viele Darlehen nicht in Euro ausgegeben werden hat Creditstar auch Währungsschwankungen. Zum Beispiel bei polnische Darlehen. Diese werden von Anlegern in Euro investiert. Die Kreditnehmer erhalten aber polnische Zloty ausgezahlt. Somit entstehen Währungsschwankungen. Für das Jahr 2020 entstand ein Verlust wegen Währungsschwankungen von 830.000€.

Creditstar Währungsschwankungen 2020

 1Q 20202Q 20203Q 20204Q2020 2020 2019
Währungs-
gewinne
/ Verluste
-0,73 Mio. € +0,33 Mio. € -0,46 Mio. € +0,02 Mio. € -0,83 Mio. € +0,25 Mio. €

Die Währungsverluste machen nur einen kleinen Teil der Ausgaben aus und sind vernachlässigbar.

Zins-Einnahmen
Die Auswirkungen der Corona-Krise sind an den Zins-Einnahmen zu erkennen. Obwohl Creditstar das Portfolio um 28% zu 2019 steigern konnte, sind die Zinseinnahmen nur um 12% gegenüber 2019 gestiegen.
Im Gegensatz dazu sind die Zinskosten stärker gestiegen als das Portfolio. Nämlich um 31% gegenüber 2019.

Das ist Creditstar:

Portfoliogröße von CreditstarNettogewinn von Creditstar
creditstar-groupDas Portfolio von Creditstar wuchs in den letzten Jahren stark an:

2013:         17 Mio. €
2014:         23 Mio. €
2015:         32 Mio. €
2016:         43 Mio. €
2017:         61 Mio. €
2018:         83 Mio. €
2019:         113 Mio. €
2020:         144 Mio. €

creditstar-groupAuch während der Corona-Krise bleibt Creditstar profitabel!

2012:         +0,7 Mio. €
2013:         +1,0 Mio. €
2014:         +1,4 Mio. €
2015:         +1,3 Mio. €
2016:         +1,4 Mio. €
2017:         +2,2 Mio. €
2018:         +2,9 Mio. €
2019:         +5,9 Mio. €
2020:         +5,7 Mio. €

Der Bericht ist nur ein Zwischenbericht. Ein auditierter Bericht soll folgen. Der letzte auditierte Bericht wurde im Juni veröffentlicht. Somit müssen sich Anleger noch ein wenig auf einen auditierten Bericht gedulden.
Es ist auf jeden Fall ein positives Signal das Creditstar recht schnell reagiert hat und bereits jetzt im Februar die Finanzkennzahlen veröffentlicht.

Die Geschichte von Creditstar
creditstar-groupDas ist Creditstar
2006: Gründung von Creditstar. Damals noch mit dem estnischen Namen: „SMS Laen“
2006: Creditstar startet mit der Kreditvergabe in Estland
2007: Creditstar gibt eine Anleihe aus und zahlt darauf 16% Zinsen
2008: Zu Beginn der Finanzkrise gibt Creditstar eine neue Anleihe für bis zu 20% Zinsen aus.
2009: Inmitten der Finanzkrise wird eine neue Anleihe zu 30% Zinsen ausgegeben
2010: Creditstar expandiert nach Finnland
2010: Für neue Anleihen gibt es nun 20% Zinsen
2011: Auch in Schweden werden nun Darlehen vergeben
2011: Creditstar zahlt nun 17% Zinsen für neu ausgegebene Anleihen
2012: Creditstar expandiert nach Litauen (Mittlerweile ist Creditstar nicht mehr aktiv in Litauen)
2012: Creditstar bekommt frisches Kapital nun für 15% Zinsen für ausgegebene Anleihen
2015: Polen kommt als neues Land dazu
2015: Das Vereinigte Königreich ist das 6. Land
2016 In Tschechien werden nun auch Kredite vergeben
2016: Neue Anleihen zu 12,5% Zinsen werden ausgegeben
2016: Bei Mintos gibt es jetzt die Möglichkeit in Creditstar Darlehen zu investieren
2016: Spanier haben nun auch Zugang zu den Darlehen
2019: Über die Plattform Lendermarket können Anleger nun in Creditstar Kredite investieren
2019: Creditstar refinanziert sich am Anleihenmarkt für Zinsen in Höhe von 7-12%
2019: Expansion nach Dänemark
2020: Während der Corona-Krise werden neue Creditstar Anleihen ausgegeben. Die Zinsen liegen zwischen 13 und 14%

Meine Investitionen in Creditstar Darlehen:
Ich nutze die Plattformen Lendermarket und Mintos um in Creditstar Darlehen zu investieren. Zuletzt gab es bei Lendermarket höhere Zinsen als bei Mintos.

Mein Portfolio bei Lendermarket:
Ich bin seit Januar 2020 investiert. Also bereits seit etwa 13 Monaten. Insgesamt habe ich bereits über 1.932€ an Gewinnen erzielt.
Vor Kurzem hat Lendermarket die Zinsen sogar auf 16,6% erhöht. Ich habe bereits in diese höher verzinsten Kredite investiert und hoffe natürlich das die Zinsen noch länger so hoch bleiben.

lendermarket-gewinn

Bisher bin ich sehr zufrieden mit Lendermarket. Am Anfang 2020 hatte ich noch für 12% Zinsen angefangen zu investieren. Später wurden die Zinsen wegen der Corona-Krise auf 14% erhöht. Aktuell geht es sogar hoch auf bis zu 16,6%. Ich vermute aber stark das nach dem heutigen positiven Bericht viele Anleger wieder mehr bei Lendermarket investieren werden, sodass die Zinsen sicherlich wieder langsam sinken werden.

Meine Bewertung: (Plattformseite)
Nachdem ich Lendermarket im November abgewertet hatte, gibt es heute nach den neuen Zahlen nun eine Aufwertung. Jetzt vergebe ich 3,58 von 5 Sternen. Damit liegt Lendermarket wieder in meinen Top 5 Plattformen nach Bewertung.

LendermarketBisherige BewertungAuf oder AbwertungNeue Bewertung
Plattformrisiko
            3,5
            4,0
Rendite-Risiko-Profil
            3,5
            4,0
Transparenz
            3,5
            3,5
Zweitmarkt
            1,0
            1,0
Liquidität
            4,0
            4,0
Gesamt:               3,30
              3,58

Plattformrisiko: Hier hat sich meiner Meinung nach das Plattformrisiko verringert
Rendite-Risiko-Profil: Durch die Zinserhöhung auf bis zu 16,6% gibt es eine Aufwertung beim Rendite/Risiko Profil
Transparenz: Es gibt immer noch Luft nach oben bei der Transparenz. Keine Änderung
Zweitmarkt: Nicht vorhanden. Deswegen weiterhin nur 1 Stern
Liquidität: Wer in kurze Darlehen investiert kommt sehr schnell wieder an Liquidität

Mein Fazit:
Obwohl ich mir die Quartalszahlen schon früher gewünscht hätte, also gleich nach jeden Quartal, bin ich doch zufrieden jetzt alle Zahlen vorliegen zu haben. Somit kann ich besser das Risiko einschätzen als komplett ohne aktuelle Zahlen.
Mir fehlt jetzt nur noch der auditierte Geschäftsbericht von 2020. Dieser dürfte im Sommer 2021 erscheinen. Wenn der Auditor die Zahlen bestätigt, werde ich sicherlich noch weiter bei Lendermarket aufstocken.

Cashback-Bonus für neue Anleger
Wer noch gar nicht bei Lendermarket angemeldet und investiert ist, kann sich noch den 1% Neukunden-Bonus sichern. Dieser gilt für neue Anleger welche sich über diesen Link anmelden. Es gibt dann automatisch 60 Tage nach der Anmeldung den 1% Bonus auf alle Einzahlungen. Wer also zum Beispiel 5.000€ einzahlt, investiert und innerhalb von 60 Tagen keine Auszahlungen tätigt, erhält nach 60 Tagen 50€ Cashback zusätzlich zu den Zinsen.

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Über weitere Neuigkeiten rund um Lendermarket werde ich weiter im Blog auch in Zukunft berichten.

 

Rückblick: Meine P2P Gesamt-Rendite im Jahr 2018 (15,9%)

Schon am Anfang des Jahres 2018 war mir klar das ich nicht nochmal eine Jahresrendite von über 20% Rendite werde erzielen können. Am Ende lag die Jahresrendite bei 15,9% nach allen Ausfällen.
Etwa 40% der erhaltenen Zinsen gingen für Abschreibungen von Kreditausfällen drauf.

Die folgenden Renditen sind Netto-Renditen. Um die Renditen besser zu vergleichen sind alle monatlichen Renditen aufs Jahr gesehen, also annualisiert angezeigt:

Meine P2P-Rendite im Jahr 2018 nach Ausfällen
Meine P2P-Rendite im Jahr 2018 nach Ausfällen
Monatliche Renditen: (p.a.)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
15,2% 14,2% 16,0% 15,5% 17,7% 17,5% 19,9% 18,4% 17,1% 16,8% 12,7% 10,6%
Rechner

Rendite im Jahr 2018 (p.a.)
+15,9%

Nach 4 Jahren über 20% Rendite sinkt die Rendite
4 Jahre in Folge konnte ich Renditen über 20% erzielen. Nun im Jahr 2018 sinkt die Rendite deutlich wegen steigender Kreditabschreibungen.

1. Halbjahr im Vergleich zum 2. Halbjahr
Die Renditen der Jahreshälften sind fast identisch.
Im ersten Halbjahr 2017 lag die Rendite bei 16,0% p.a.
Im zweiten Halbjahr lag die Rendite bei 15,9% p.a.
Jedoch sind seit Juli jeden Monat die Renditen bis zum Jahresende gefallen.

Abschreibungen bei Monestro
Im Jahr 2017 hatte ich begonnen bei Monestro zu investieren. Die Zinsen lagen zwischen 20-35% Zinsen. Schon nach kurzer Zeit waren höhere Ausfallquoten zu bemerken. Dies war auch der Grund warum ich noch in 2017 die Neuinvestitionen gestoppt hatte. In 2018 kamen dann die vielen Ausfälle zum tragen:
Meine monatlichen Abschreibungen bei Monestro:
Januar: 154€ als Verlust abgeschrieben
Februar: 211€ als Verlust abgeschrieben
März: 207€ als Verlust abgeschrieben
April: 207€ als Verlust abgeschrieben
Mai: 207€ als Verlust abgeschrieben
Juni: 207€ als Verlust abgeschrieben
Juli: 207€ als Verlust abgeschrieben
August: 187€ als Verlust abgeschrieben
September: 150€ als Verlust abgeschrieben
Oktober: 150€ als Verlust abgeschrieben
November: 150€ als Verlust abgeschrieben
Dezember: 70€ als Verlust abgeschrieben

Abschreibungen bei Finbee Tschechien
Noch höhere Abschreibungen hatte ich bei Finbee Tschechien. Alle Werte von CZK in Euro umgerechnet.
Januar: 129,86€ Zinsen Keine Abschreibungen —> 129,86€ Gewinn
Februar: 262,44€ Zinsen Keine Abschreibungen —> 262,44€ Gewinn
März: 643,89€ Zinsen Keine Abschreibungen —> 643,89€ Gewinn
April: 514,16€ Zinsen Keine Abschreibungen —> 514,16€ Gewinn
Mai: 849,50€ Zinsen Keine Abschreibungen —> 849,50€ Gewinn
Juni: 711,29€ Zinsen 27,01€ als Verlust abgeschrieben —> 684,28€ Gewinn
Juli: 946,19€ Zinsen 146,38€ als Verlust abgeschrieben —> 799,81€ Gewinn
August: 733,00€ Zinsen 195,47€ als Verlust abgeschrieben —> 537,53€ Gewinn
September: 730,18€ Zinsen 248,12€ als Verlust abgeschrieben —> 482,06€ Gewinn
Oktober: 726,75€ Zinsen 381,57€ als Verlust abgeschrieben —> 345,18€ Gewinn
November: 597,77€ Zinsen 959,07€ als Verlust abgeschrieben —> 361,30€ Verlust
Dezember: 592,95€ Zinsen 1440,45€ als Verlust abgeschrieben —> 847,5€ Verlust

Gerade zum Ende des Jahres kamen sehr viele neue Ausfälle dazu. Wie gewohnt schreibe ich 10% der Ausfälle (Alle Kredite mit mehr als 60 Tagen in Verzug) jeden Monat 10 Monate lang ab.
Da die Ausfälle so stark gestiegen sind, trübt sich auch der Ausblick auf das Jahr 2019 stark ein. Denn die Abschreibungen werden sicherlich noch viele Monate auf diesem hohen Niveau bleiben bis alle Ausfälle berücksichtigt wurden.
Natürlich habe ich, als absehbar war das die Ausfälle so stark und so schnell ansteigen, die Neuinvestitionen bei Finbee Tschechien gestoppt. Da war es allerdings schon zu spät.

Finnland Debakel bei Omaraha
rendite-vergleich-2018-p2p-rendite zu- msci-worldIm Jahr 2018 habe ich das Finnland Debakel bei Omaraha erlebt. Fast alle Finnland Kredite sind am Ende ausgefallen. Meine Rendite hat dadurch auch sehr gelitten. Mittlerweile ist Omaraha nicht mehr in Finnland aktiv. Glücklicherweise habe ich nicht sehr große Summen in diese finnische Kredite investiert. Doch trotzdem wäre es vermeidbar gewesen

Gute Renditen
Doch so wie es schlecht performende Plattformen gibt gibt es auch andere mit guten Renditen. Weiter sehr gute Renditen kann ich bei Bondora, Finbee Litauen und anderen Plattformen erzielen.

Der durchschnittliche Zinssatz steigt leicht um 1,1% an
Im Schnitt erhalte ich 26,6% Zinsen. Das ist eine Erhöhung um 1,1% im Vergleich zu Ende 2017. Diese 26,6% wären auch meine Rendite wenn es keine Ausfälle geben würde.

Renditeschwankungen im Jahresverlauf bei unter 10%
recordDie monatlichen Renditeschwankungen lagen 2018 bei 9,3%. Also der Unterschied vom Besten Monat (19,9%) zum Schlechtesten Monat (10,6%).

22 aktive Plattfomen
recordInzwischen bin ich bei 22 P2P Plattformen investiert. Einige Plattformen lasse ich auslaufen. Dann dauert es aber bis der letzte Kredit tatsächlich abbezahlt ist. Für den Otto Normal Anleger ist es natürlich nicht ratsam sich bei so vielen Plattformen anzumelden. Ich tue das um die Plattformen gleich zu Beginn kennen zu lernen und dann die Entwicklung zu beobachten und Erfahrungen mit kleinen Summen zu sammeln. Wenn die ersten Ergebnisse gut sind bin ich auch bereit höhere Summen zu investieren was ich bei noch unbekannten Plattformen so nicht machen würde.

Ich investiere fast nur in private Konsumentenkredite
Ich habe kaum Kredite an Unternehmen im Portfolio. Die meisten Darlehen gehen an Privatpersonen welche mehrere Darlehen umschulden, renovieren oder es für einen Umzug nutzen.

Meine P2P-Anlage Rendite im Vergleich zum MSCI World:
Im Jahr 2018 erzielte der MSCI World Index (inklusive Ausschüttungen) eine negative Rendite von -4,6%.
Im Vergleich dazu habe ich eine Rendite von 15,9% bei der P2P-Anlage erzielen können.

rendite-vergleich-2018-p2p-rendite zu- msci-world

Quelle: Meine P2P-Anlage Rendite im Vergleich zum MSCI World Index (inklusive Reinvestiton der Ausschüttungen) Quelle: Justetf.com

Der Stand am Ende des Jahres 2018 sieht so aus:

    Meine P2P Rendite: Von 100 Punkten auf jetzt 323 Punkte
    MSCI World: Von 100 Punkten auf jetzt 202 Punkte

 

Mein Portfolio Ende 2018:


Der durchschnittliche Zinssatz ist von 25,5% am Anfang des Jahres auf 26,6% bis zum Ende des Jahres leicht gestiegen.

Anzahl der aktiven P2P-Plattformen:
22  

Durchschnittlicher Zinssatz:
26,6%  

Die Plattformdiversifikation bleibt in einem sehr guten Bereich. Ende 2018 bin ich schon auf 22 verschiedenen P2P Plattformen investiert (Aktive Plattformen ab 1€ ausstehende Investition). Einige Plattfromen bleiben übergewichtet im Portfolio.

 
 
 
 
 

Weiterhin bin ich in deutlich über 1000 verschiedene Darlehen investiert. Die Kreditdiversifikation ist weiterhin im perfekten Bereich. Damit ist eine optimale Kredit-Diversifikation erreicht.
 
 
 
 
 
Sofort Liquidierbar sind bei mir 93% des Kapitals. Natürlich müsste ich auch teilweise Abschläge in Kauf nehmen, falls ich diese 93% der P2P-Investitionen verkaufen würde.

Weitere Daten:

Kredite ohne Sicherheiten
97%  

Kredite mit Sicherheiten: (z.B. Immobilie, PKW)
3%  

   

Privatkredite:
99%  

Geschäftskredite:
1%  

   

Ohne Rückkaufgarantie:
97%  

Mit Rückkaufgarantie:
3%  

Mein Portfolio am 31.12.2018:

Kredite mit mehr als 60 Tagen Zahlungsverzug:

13,6%

Anteil der bereits als Verlust abgeschriebenen Kredite

66,7%

Bei einem Portfolio von 10.000€ würde es dann so aussehen:

10.000€ investiert.
1.360€ mehr als 60 Tage in Verzug.
907,12€ bereits als Verlust abgeschrieben und in der Renditeberechnung berücksichtigt.

Am Ende des Jahres sind 13,6% aller Darlehen in meinem Portfolio mit mehr als 60 Tage in Verzug. Weil viele neue Ausfallkredite dazugekommen sind, sind am Ende des Jahres nur 66,7% bereits mit Verlust abgeschrieben.

In 2018 gingen 40% der erhaltenen Zinsen für Zweitmarktverluste und monatliche Abschreibungen von der Rendite weg. Das ist der bisherige Höchstwert.

Prognose 2019: Rendite sinkt weiter
Durch weitere Abschreibungen von Finbee Tschechien dürfte die Rendite weiter leiden. Hier kommt es darauf an ob die Eintreibung in Tschechien funktioniert oder nicht. Doch auch wenn die Eintreibung der Darlehen funktioniert, wird es länger dauern.
Zusätzlich kommt hinzu das ich in 2019 das P2P-Kapital nur leicht erhöhen möchte und nicht wie noch in 2018 eine Verdoppelung. Dies wirkt sich dann auch auf die Rendite aus. Die Zinsen bleiben wohl stabil, aber neue Ausfälle kommen hinzu und damit auch die monatlichen Abschreibungen.

Zusätzlich können 2019 ja auch noch weitere Plattformen oder Anbahner in Probleme kommen. Deswegen ist am Ende des Jahres 2018 klar. 2019 wird es keine berauschende Rendite geben. Im Jahr 2020 dürften sich dann aber die Abschreibungen verringern und dann dürfte es wieder Aufwärtspotenzial geben.

Als nächstes erscheint im Februar der Jahresrückblick auf das Jahr 2019 mit den Details und den einzelnen Monatsrenditen.

    Rückblick auf das Jahr 2011
    Rückblick auf das Jahr 2012
    Rückblick auf das Jahr 2013
    Rückblick auf das Jahr 2014
    Rückblick auf das Jahr 2015
    Rückblick auf das Jahr 2016
    Rückblick auf das Jahr 2017
    Rückblick auf das Jahr 2018
    Februar 2021: Rückblick auf das Jahr 2019
    März 2021: Rückblick auf das Jahr 2020

Alle monatlichen Renditen sind übersichtlich auf der Portfolio Seite zu finden –> Portfolio

 

Meine P2P-Renditen im vierten Quartal 2020

Einmal in 3 Monaten schaue ich auf die Renditen vieler Plattformen in welche ich investiert habe. In dieser Liste sind aber nicht alle Plattformen enthalten. Die komplette Gesamtrendite für wirklich alle P2P Plattformen möchte ich nun monatlich in den Monatsrenditen veröffentlichen.

Finbee landet mit 34,3% p.a. Rendite klar auf Platz 1 im vergangenen Quartal. Deutlich dahinter, aber immer noch sehr gutem Ergebnis liegt Mintos mit 17,3%. Auf Platz 3 schafft es diesmal Lendermarket mit 15,9%.

Alle Quartalsrenditen entsprechen Renditen per annum, also hochgerechnet aufs Jahr. Wichtig ist auch das alle Renditen nach Ausfällen berechnet werden. Es sind also reale und tatsächlich erzielte Renditen.

Mintos Rendite

Mintos

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+128,9 % +25,1 % +25,8 % +17,3 %
Rechner

Rendite in den letzten 12 Monaten:
+49,3 %   

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
+15,0 % +14,0 % +13,0 % +12,0 %

Meine Prognose vor 3 Monaten lautete 18% Rendite p.a. im vierten Quartal. Am Ende wurden es 17,3% Rendite p.a.
Profitieren konnte ich durch höher verzinsten Darlehen, in denen ich während der Corona-Krise investiert habe, während fast alle Anleger Kapital abgezogen haben. Zum Beispiel gab es Creditstar Darlehen mit 18, 20 und sogar 23% Zinsen. Außerdem habe ich heute noch Mogo Darlehen mit 20% Zinsen. Diese allerdings ohne Rückkaufgarantie.

Nur durch diese höher verzinsten Darlehen konnte ich diese hohen Renditen erzielen. Aber man sieht schon das die Rendite stark am sinken ist. Für 2021 rechne ich mit nicht mehr als 15% Rendite in einem Quartal.
Im Jahr 2020 betrug meine Rendite bei Mintos überdurchschnittliche 49,3%. Allerdings hatte ich im ersten Quartal lange nicht so viel investiert wie in den Quartalen danach. Also diese 128,9% Rendite p.a. im ersten Quartal war ja auch nur mit aktiven Zweitmarkthandel möglich.

Chancen dürfte es auch im Jahr 2021 bei Mintos geben. Und zwar dann wenn Mintos die ganze Plattform in diesem Jahr umstellen wird, von den jetzt bekannten Darlehen zu den sogenannten „Loan notes“. Hier hat Mintos angekündigt das die „alten“ Darlehen nach einer Übergangszeit dann nicht mehr am Zweitmarkt handelbar sein werden.
Hier könnte ich als Käufer aktiv werden und profitieren. Sobald die Masse erfährt das die alten Darlehen nicht mehr handelbar werden, könnten diese Anleger diese Darlehen mit Abschlägen anbieten.

In „Pending payments“ sind bei mir aktuell weniger als 1€. In „Recovery“ sind weiterhin 2€.

Jetzt auch bei Mintos investierenMintos hat bereits über 362.000 Anleger. Im Schnitt investieren Anleger 2.382€

 

Lendermarket Rendite

Lendermarket

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+14,9 % +15,5% +10,4 % +15,9 %
Zunkunft

Rendite in den letzten 12 Monaten: (p.a.)
+14,2 %   

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
+17,0 % +14,0 % +14,0 % +14,0 %

Eigentlich hatte ich mit deutlich mehr Rendite wegen der Cashback Aktion gerechnet:

Oktober: 7,7% p.a.
November: 26,8% p.a. (Wegen Cashback-Aktion)
Dezember: 13,2% p.a.

Im Oktober und Dezember lag die Rendite unterhalb des Zinssatzes. Grund sind die Verzüge. Wenn ein Kredit bis zur Rückkaufgarantie keine Zahlung tätigt, sammeln sich Zinsen für gleich 3 volle Monate an.
Da ich ja gerade aufgestockt hatte wegen der Cashback-Aktion, dauert es dementsprechend ein paar Monate bis die Rückkaufzinsen gutgeschrieben werden.
Deswegen erwarte ich für das erste Quartal eine erhöhte Rendite von etwa 17%. In den Quartalen danach dürften es weiterhin 14% Rendite sein, falls die Zinsen nicht sinken oder steigen.

Zur Zeit bin ich bei Lendermarket nur in die 14% Darlehen mit 30 Tagen Laufzeit aus Spanien investiert. Mein Account Value beträgt zur Zeit knapp 28.000€

Lendermarket bietet immer noch den 1% Bonus für neue Anleger an. Es gibt für alle Einzahlungen der ersten 60 Tage nach der Anmeldung diesen Bonus. Ich hatte den Bonus selber genutzt und 50€ Bonus erhalten da ich 5.000€ eingezahlt hatte. Den Bonus gibt es für neue Anleger und gilt für die ersten 60 Tage nach Anmeldedatum.

Jetzt auch bei Lendermarket investieren+1% Bonus für neue Anleger in den ersten 60 Tagen über diesen Link

 

Bondora Rendite

Bondora

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+6,0 % +22,2% +12,5 % -4,0 %
Rechner

Rendite in den letzten 12 Monaten: (p.a.)
+9,2 %   

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
-4,0 % +0,0 % +4,0 % +8,0 %

Da ich mein Investment bei Bondora erhöht habe mit dem Ziel die Zinsen zu verdoppeln, machen sich jetzt die Ausfälle bemerkbar. Da die meisten Darlehen in den ersten 12 Monaten nach Auszahlung ausfallen, sind die monatlichen Abschreibungen jetzt gestiegen.

Im 4. Quartal war meine Rendite negativ bei -4% p.a.
Bedeutet: Die monatlichen Abschreibungen durch Kreditausfälle waren höher als die erhaltenen Zinsen.

Da ich die ausgefallenen Kredite innerhalb von 10 Monaten sehr schnell komplett als Verlust abschreibe, wirkt sich dies stark auf die Rendite aus. Ähnlich ist dies bei der Plattform Finbee zu sehen. Dort sank die Rendite im Jahr 2019/2020 wegen Abschreibungen sehr stark. Nachdem fast alle Kredite abgeschrieben wurden, steigt die Rendite dann wieder an.

Ich könnte auch die Kredite, welche mit über 60 Tagen in Verzug geraten, gar nicht abschreiben. Aber ich möchte in der Realität bleiben und lieber zu frühzeitig abschreiben um auch für mich lieber zu konservativ gerechnet zu haben als am Ende ein böses Erwachen zu erleben.

Da sich über die vielen Jahre bei Bondora viele Ausfälle (Kredite mit mehr als 60 Tage in Verzug) bei mir angesammelt haben, sind aktuell bereits 89% aller Kreditausfälle (mehr als 60 Tage in Verzug) abgeschrieben.

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Finbee Rendite

Finbee Tschechien

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+4,6 % +10,0 % +18,8 % +34,3 %
Zunkunft

Rendite in den letzten 12 Monaten:
+16,9 %   

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
+23,0 % +23,0 % +23,0 % +23,0 %

Das 4. Quartal 2020 war das bisher beste Quartal mit 34,3% p.a.
Grund für die gute Rendite sind viele Zahlungen aus dem Inkasso. Meine Ausfälle sind gegenüber dem letzten Quartal gesunken.

Meine Abschreibungen:
Oktober: 356,88€ als Verlust abgeschrieben (Nun alle Kredite mit mehr als 60 Tage in Verzug komplett abgeschrieben)
November: -292,04€ negative Abschreibung (Die Ausfälle sind um 292,04€ gesunken. Deswegen zusätzliche Einnahme aus Inkasso-Zahlungen)
Dezember: -296,05€ negative Abschreibung (Die Ausfälle sind um weitere 296,05€ gesunken. Deswegen wieder zusätzliche Einnahme aus Inkasso-Zahlungen)

Rendite:
Oktober: 24,5% p.a.
November: 39,3% p.a.
Dezember: 39,1% p.a.

Im Oktober hatte ich noch über 300€ als Verlust abgeschrieben. Im November und Dezember sind die Darlehen, welche mit über 60 Tagen in Verzug sind gesunken. Da ich diese Kredite bereits in der Vergangenheit als Verlust abgeschrieben hatte, werden die Zahlungen als zusätzliche Einnahme verbucht. Nur deswegen konnte ich solch eine hohe Rendite erzielen.

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Omaraha Rendite

Omaraha

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+19,1 % +14,2 % +14,0 % +12,0 %
Rechner

Rendite in den letzten 12 Monaten:
+14,8 %   

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
+7,0 % +5,0 % +5,0 % +5,0 %

Im letzten Quartal des Jahres 2020 habe ich 12% Rendite p.a. erzielen können. Wie erwartet sinken die Renditen von Quartal zu Quartal.

Im Detail 2020:
1. Halbjahr 2020: 23% der Zinsen gingen für Ausfälle drauf
2. Halbjahr 2020: 44% der Zinsen gingen für Ausfälle drauf
Dezember 2020: 80% der Zinsen gingen für Ausfälle drauf

Ein Trend ist eindeutig erkennbar. Das ich noch so wenig Ausfälle hatte liegt aber auch daran das ich vor Corona noch aufgestockt hatte. Gerade diese Kredite brauchen ja einige Monate bis sie mit Verlust verkauft werden. Gerade im 2. Halbjahr 2020 und auch jetzt fallen diese Kredite vermehrt aus. Viele zahlen schon mehrere Monate nur die Zinsen und haben noch nicht 1 Cent getilgt. Hier ist es nur eine Frage der Zeit wann die ausfallen.

In 2021 werden die Ausfälle bei mir auf jeden Fall höher ausfallen als die Jahre zuvor. Sicherlich werden 50-100% der Zinsen für Ausfälle drauf gehen.
Wenn ganz blöd läuft dann sogar negativ. Eine negative Rendite für 2021 schätze ich aber als unwahrscheinlich ein.

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IUVO Group Rendite

Iuvo Group

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+10,5 % +66,5 % +14,5 % -11,0 %
Rechner

Rendite in den letzten 12 Monaten:
+20,1 %   

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
-100% -100% -100% -100%

Bei IUVO Group hatte ich bereits im 3. Quartal stark reduziert. Siehe den Bericht über das 3. Quartal.
Nun habe ich im 4. Quartal 2020 so gut wie alles abgezogen. Übrig auf der Plattform ist nur noch ein Monify Kredit, welchen ich nicht verkaufen kann in Höhe von 19,58€. Dieser Kredit ist schon mehr als 60 Tage in Verzug und wurde nicht von Monify zurück gekauft. Bedeutet ich schreibe diesen nun über die nächsten 9 Monate ab.

Eigentlich wollte ich 1 Jahr bei IUVO pausieren. Es gibt aber gerade eine neue Aktion bei IUVO Group mit 15€ Bonus für alle Anleger. Dazu muss man 500€ einzahlen und investieren. Diese Aktion gilt für alle Anleger, sowohl neue als auch bestehende Anleger. Das entspricht immerhin einem Cashback von 3%.

Ich habe mich noch nicht entschieden. Aber wenn ich bei der Aktion mitmache werde ich in iCredit und easycredit investieren. Die meisten anderen Kreditgeber sehe ich schwächer.

Jetzt auch bei IUVO Group investieren500€ einzahlen, investieren und 15€ Cashback erhalten

 

Moncera Rendite

Moncera

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2019 Q4 2020
+9,8 +9,7% +11,8 %
Zunkunft

Rendite in den letzten 9 Monaten: (p.a.)
+10,4 %   

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
+12,0 % +12,0 % +12,0 % +12,0 %

Das vierte Quartal lief sehr gut und ruhig bei Moncera. Ich bin nahe an die 12% Rendite rangekommen, obwohl ich die Sofort-Auszahlung im Dezember mit ca. 400€ getestet hatte. Also alles Kapital war angelegt und investiert. Dann habe ich für eine einmalige Gebühr von 0,5% an Moncera (bzw. Placet Group) Kredite verkauft. Ging alles sekundenschnell und ich konnte das Geld sofort auszahlen lassen.

Das Werbeversprechen der sofortigen Liquidität funktioniert natürlich nur in normalen Zeiten, siehe Bondora Go & Grow in diesem Jahr.
Kommt sowas wie im März 2020 wie die Corona-Krise und viele Anleger wollen gleichzeitig verkaufen wird das nicht funktionieren, denn auch die Placet Group hat nicht unendlich Liquidität.
Für mich aber eine sehr gute Anlagemöglichkeit. Zumal die Rendite bereits nach 2 Monaten besser ist als bei Bondora* Go & Grow.

Sehe ich kurzfristig eine gute Anlagemöglichkeit habe ich in normalen Zeiten schnell Zugriff auf das Kapital. Je nach Uhrzeit sogar in wenigen Minuten auf dem Bankkonto.
Wie das jetzt mit höheren Summen ausschaut ist jetzt die Frage. Aber die Placet Group hatte mitgeteilt das sie von Banken einen Kreditrahmen von 2 Millionen € bekommen haben und diesen zusätzlich nützen könnten um Anleger auszuzahlen.

Finanzberichte 2020
Die Placet Group (alle Kredite bei Moncera stammen von der Placet Group) konnte zwischen Januar 2020 bis einschließlich Oktober 2020 einen Gewinn von über 2,2 Mio. € einfahren. Im kompletten Jahr 2019 konnte die Placet Group einen Gewinn von 3,1 Mio. € erwirtschaften. Der auditierte Bericht 2019 von Ernst & Young kann hier eingesehen werden.
Der auditierte Finanzbericht für das Jahr 2020 der Placet Group ist ca. im Juni 2021 zu erwarten.
Ein Alleinstellungsmerkmal von der Placet Group sind die monatlichen Finanzreports. Bisher hat die Placet Group jeden Monat im Jahr 2020 Gewinn erzielt. Im Oktober 2020 hat die Placet Group 355.839 € Gewinn erzielt.

1-Klick Sofort-Ausstieg
Moncera bietet weiterhin einen Ein-Klick-Ausstieg an. In den ersten 14 Tagen kostet der Ausstieg nichts. So kann Moncera erstmal 2 Wochen getestet werden. Danach kostet der Ein-Klick-Ausstieg 0,5%. Wer also in normalen Zeiten das Geld von Moncera benötigt, erhält innerhalb von Sekunden das komplette Kapital zurück. Wie oben beschrieben habe ich den Sofort-Ausstieg im Dezember selber getestet und konnte in wenigen Sekunden zuvor fest investiertes Kapital gleich auszahlen lassen. Wenn natürlich alle Anleger zur gleichen Zeit aussteigen wollen wird es natürlich schwieriger auszusteigen.

Jetzt auch bei Moncera investieren30 Tage Rückkaufgarantie + 12% Zinsen + Ein-Klick- Ausstieg

 

HeavyFinance Rendite

HeavyFinance

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+8,3 % +6,7 %
Rechner

Rendite in den letzten 6 Monaten:
+7,5 %

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
+8,0 % +10,0 % +10,0 % +10,0 %

Neu in der Quartalsberichten ist HeavyFinance. Ich habe im Juni 2020 die erste Investition getätigt und im Juli 2020 die ersten Zinszahlungen erhalten. Der durchschnittliche Zins liegt oberhalb von 10%. Allerdings sind die Zahlungspläne bei HeavyFinance sehr individuell und unterschiedlich.

Manche Kredite zahlen monatlich Zinsen + Tilgung. Andere zahlen monatlich Zinsen und halbjährlich die Tilgung. Es gibt aber auch Fälle wo die erste Zinszahlung erst ein Jahr nach Kreditauszahlung geplant ist. Dies bedeutet das die Rendite in der ersten Zeit darunter leiden wird. Wenn dann später die Zahlung für ein ganzes Jahr Zinsen eintrifft, wird die Rendite dafür wieder umso höher ausfallen.

Dies ist auch der Grund warum die Rendite im 4. Quartal mit 6,7% p.a. so deutlich niedriger ausfällt als mein durchschnittlicher Zinssatz. Alle meine Kredite sind weiterhin nach Plan. Keine Verzugskredite bisher.

Jetzt auch bei HeavyFinance investierenInvestitionen in große Maschinen

 

Lenndy Rendite

Lenndy

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+12,0 % + 9,6 % +15,7 % +8,7 %
Rechner

Rendite in den letzten 12 Monaten:
+11,5 %   

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
-15,0 % -18,0 % -21,0 % -24,0 %

Es gibt keine so guten Neuigkeiten bei Lenndy.
Denn fast mein ganzes Portfolio ist jetzt im Januar mit mehr als 60 Tagen in Verzug. Diese Kredite sollten eigentlich zurückgekauft werden. Dies ist allerdings nicht passiert.

Stattdessen wurde am 23.12.20 die Investmentfunktion aufgrund eines möglichen Systemfehlers ausgesetzt. Das Lenndy-Team führt derzeit eine interne Inspektion durch. Sobald das System inspiziert und etwaige Unstimmigkeiten behoben wurden, werden die Aktivitäten wieder aufgenommen. Die geplante Dauer der Überprüfung ist bis zum 15. Januar 2021.

Die zweite negative Nachricht kam am 30.12.20:
Am 30.12.20 hat Lenndy bekannt gegeben das FirstFinance die Rückkaufgarantie nicht rechtzeitig aufgrund von Mangel an Betriebskapital bezahlen kann. Firstfinance plant die Emission von Anleihen, wodurch der Mangel an Betriebskapital verbessert werden soll.

Da ich nun erstmals Kredite mit mehr als 60 Tagen in Verzug habe, werde ich ab Februar jeden Monat 5% der ausstehenden Kreditsumme als Verlust abschreiben.

Wenn es FirstFinance es nicht schafft die Kredite zurückzukaufen wird die Rendite im 1. Quartal deutlich negativ werden. Eine Prognose ist schwer, da ich nicht weiß ob es Zahlungen geben wird oder nicht. Ich bin jetzt mal davon ausgegangen das es keine Zahlungen geben wird.

Jetzt auch bei Lenndy investieren

 

Viventor Rendite

Viventor

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+2,1 % -100 % Keine Investments Keine Investments
Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2020 Q3 2021 Q4 2021
Kein Invest Kein Invest Kein Invest Kein Invest

Eigentlich wollte ich nur ein Jahr Pause bei Viventor machen und dann wieder im 2. Quartal 2021 beginnen zu investieren. Nun habe ich mich entschieden überhaupt nciht mehr bei Viventor einzusteigen.

Grund dafür sind die vielen Änderungen. Es gibt wohl wieder einen neuen CEO bei Viventor.
Es verbleiben weiterhin bei mir noch 152,11€ Investment bei Aforti. Diese wurden bereits von mir als Verlust abgeschrieben.

Im den nächsten Qurtalsberichten wird Viventor nicht mehr auftauchen. Außer es gibt Inkassoerfolge gegen Aforti und damit positive Meldungen.

 

NeoFinance Rendite

NeoFinance

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+0,0 % +0,0 % +0,0 % +0,0 %
Rechner

Rendite in den letzten 12 Monaten:
+0,0 %

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
+0,0 % +0,0 % +2,0 % +4,0 %

Die Ausfallsumme (mehr als 60 Tage in Verzug) bleibt bei mir bei NeoFinance stabil uns steigt seit einigen Monaten zumindest nicht mehr an.
Es gibt zwar weiter neue Ausfälle aber es kommen auch regelmässig Zahlungen vom Inkasso.

neofinance-zinsen+ausfaelle-2020

Jetzt auch bei NeoFinance investieren

 

Monestro Rendite

Monestro

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+0,0 % +0,0 % +0,0 % +0,0 %
Rechner

Rendite in den letzten 12 Monaten:
+0,0 %

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q4 2021
+0,0 % +0,0 % +0,0 % +0,0 %

Weiterhin sind fast alle Kredite in meinem Portfolio ausgefallen.

 

Finbee Tschechien Rendite

Finbee Tschechien

Q1 2020 Q2 2020 Q3 2020 Q4 2020
+0,0 % +0,0 % +0,0 % +0,0 %
Rechner

Rendite in den letzten 12 Monaten:
+0,0 %

Zunkunft Prognose der nächsten Quartale:
Q4 2020 Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021
+0,0 % +0,0 % +0,0 % +0,0 %

In der Quartals-Renditeberechnung bei Finbee Tschechien sind aktuell 55% aller Ausfälle abgeschrieben. Es ist zu erkennen das es nur sehr langsam voran geht. Ich habe nur noch einige wenige Kredite die noch nicht ausgefallen sind. Je länger die Kredite ausgefallen sind, desto geringer sind hier auch die Chancen noch etwas zu bekommen. Insgesamt sieht es so aus als hätte ich eine gesamt negative Rendite bei Finbee Tschechien erzielt. Obwohl es am Anfang relativ gut aussah fielen nach einigen bezahlten Raten viele Kredite reihenweise aus. In diesem Maße habe ich das bei anderen Plattformen noch nicht erlebt gehabt.

Hier habe ich den Fehler gemacht zu früh zu viel investiert zu haben. Besser wäre es gewesen es langsam angehen zu lassen und erstmal die Zahlungsmoral über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Die hohen Zinssätze und die guten Erfahrungen mit Finbee Litauen hatten mich dazu verleitet zu früh zu viel investiert zu haben.

Fazit:
Sehr gut gelaufen sind im vierten Quartal Finbee, Mintos und Lendermarket.
Bei Bondora und IUVO Group lief es nicht so gut.

Ausblick auf 2021:
2021 dürfte es genauso Gewinner und Verlierer Plattformen geben. Mit First Finance von Lenndy könnte mein erster Fall von eine Pleite eines Kreditanbahner werden. Finbee könnte mit einer der besten Renditen im Jahr 2021 abschneiden da nun bereits alles voll abgeschrieben ist und sicherlich noch ein paar Inkassozahlungen eintreffen werden.

 

Mein Ziel 2021: Eine P2P-Gesamtrendite nach Ausfällen von 12% erzielen

Kurz vor dem neuen Jahr habe ich mir nun für das Jahr 2021 ein neues Ziel gesetzt. Mein Ziel ist es im Jahr 2021 eine Gesamtrendite von 12% zu erzielen. Dies nach allen Kredit-Ausfällen, Plattformpleiten und Kreditgeberpleiten.

ziel2021-original

Meine bisherigen Jahresrenditen lagen in den letzten 10 Jahren bei der P2P-Anlage im Schnitt bei etwa 14,4%. Dieses Jahr, 2020, war wieder überdurchschnittlich gut.
Wir stehen nun kurz vor dem Jahreswechsel und keiner weiß wie das neue Jahr werden wird und was es bringen wird. Doch zunächst der Blick auf das aktuelle Jahr:

2020:
Das aktuelle Jahr 2020 werde ich wohl mit etwa 18% Rendite abschliessen. Diese Rendite hätte ich sofort am Anfang des Jahres unterschrieben. Allerdings war diese Rendite nur mit Einmaleffekten zu erreichen. Zum Beispiel mit den hohen Abschlägen auf den Zweitmärkten. Das wird sich in 2021 sehr wahrscheinlich nicht wiederholen. Außerdem bin ich im Laufe des Jahres hohe Risiken eingegangen. Ich rechne für das Jahr 2021 mit Kreditgeberpleiten und deutlich höheren Ausfallquoten. Das wird zwangsläufig die Rendite senken. Deswegen wäre ich mit 12% zufrieden. Sobald eine Plattform in Schwierigkeiten gerät, könnte dies Ziel von 12% schon nicht mehr zu erreichen sein. Je nachdem wie viel ich dort investiert habe.

Meine Strategie im Jahr 2021:
plaene
► Mehr kurz laufende Darlehen (Unter einem Jahr Laufzeit)

    Da wir immer noch in Europa fast überall im Lockdown leben, gibt es immer noch Unsicherheiten ob, wann, und wie diese Pandemie zu Ende gehen wird. Aufgrund dieser Unsicherheiten setze ich einerseits vermehrt auf kürzer laufende Darlehen. Hier kann ich schnell reagieren, indem ich ein Investitionsstopp setze. Dann fliesst das Kapital recht schnell wieder zurück.

► Weniger Payday Darlehen

    Ich sehe erhöhte Risiken bei Payday Kreditgeber. Also Anbietern von Darlehen mit nur 30 Tagen Laufzeit anbieten. Solche Darlehen möchte ich reduzieren.

► Weiterhin sehr lang laufende Konsumkredite

    Andererseits setze ich auch weiterhin auf sehr lang laufende Darlehen. Also 5 Jahre Laufzeit zum Beispiel. Dort sind die monatlichen Raten relativ klein und die Kreditnehmer könnten auch mehrere Monate mit weniger oder keinem Gehalt durchhalten und haben mehr Möglichkeiten.

► Weniger unbesicherte Konsumkredite

    In den letzten 10 Jahren habe ich fast nur in unbesicherte Konsumkredite an Privatpersonen investiert. Dies ändere ich gerade. Nun investiere ich mehr in besicherte Kredite und auch mehr in Unternehmensdarlehen.

Darlehensverwaltung
Weiterhin verwalte ich die Investitionen bei den Plattformen wo ich investiert bin:
Bondora, Finbee, Mintos, Omaraha, Lendermarket, Moncera, HeavyFinance, NeoFinance und vielen weiteren Plattformen.

Auch ein negative Rendite ist durchaus möglich
Nach den guten Renditen in der Vergangenheit rechne ich auch immer mit einem Jahr mit sogar negativer Rendite. Sollte eine Plattform ausfallen wo ich höher investiert bin, wird die Rendite schnell negativ durch die Abschreibungen, welche ich dann tätigen werde. Oder auch eine Pleite eines Kreditgebers, in welchen ich investiert habe, kann schnell zu negativen Monatsrenditen führen.
Die Gewinne der letzten Jahre müssen dann für die kommenden Verluste herhalten.

So berechne ich die Rendite bei einer Plattformpleite
berechnenIm Falle wo eine ganze P2P Plattform, aus welchen Gründen auch immer, die Rückzahlungen der Kreditnehmer nicht mehr an die Anleger weiterleitet, werde ich die ausstehende Kapitalsumme jeden Monat mit 5% als Verlust abschreiben. Nach 20 Monaten wäre dann die komplette Summe, welche ich auf der Plattform hatte, komplett als Verlust abgeschrieben.

Beispiel:

    01.01.2021: 10.000€ investiert auf einer Plattform
    10.01.2021: Die Plattform ist überraschend nicht mehr zu erreichen, und leitet die Zahlungen der Kreditnehmer auch nicht mehr an Anleger weiter. Das Kapital scheint verloren.
    Ich warte bis die Darlehen mehr als 60 Tage in Verzug sind.
    Am 10. März sind nun alle Darlehen mit mehr als 60 Tage in Verzug.
    Ab April 2021 schreibe ich nun jeden Monat 500€ (5% der ausstehenden Summe) als Verlust in der Renditeberechnung ab.
    Im November 2022 habe ich dann die komplette Anlagesumme bei der Plattform als Verlust abgeschrieben.
    Sollten danach noch Zahlungen zum Beispiel aus einer Insolvenz kommen, werden diese Zahlungen zu 100% als Einkommen gewertet da ich dieses Kapital ja schon zu 100% abgeschrieben habe.

Bisher habe ich noch keine Plattformpleite oder Kreditgeberpleite miterlebt. Dies gehört aber zwangsläufig bei einer P2P-Anlage mit dazu und muss natürlich einkalkuliert werden.

Chancen im Jahr 2021
Sicherlich wird es auch einmalige Rendite-Chancen geben. Also zum Beispiel Cashback-Aktionen. Das kann ich mir gut vorstellen in dem Fall das die Pandemie komplett zu Ende geht, das dann wieder sehr viel konsumiert werden wird. Dies könnte dazu führen das die Kreditnachfrage stark ansteigt. Die Kreditgeber könnten dann mit einmaligen Cashback-Aktionen für Anleger Anreize geben, höhere Summen auf einmal zu investieren.

kalenderNEU: Jetzt monatliche Updates zu meinem Ziel
Neu wird jetzt sein das ich monatliche Updates zu meiner P2P Gesamtrendite posten möchte. In diesen Artikeln plane ich meine monatlichen Renditen zu veröffentlichen und auch ein paar Details ob die Tendenz nach oben oder unten geht. Der erste Bericht wird dann bereits im Februar 2021 erscheinen, in welchem ich dann über die Monatsrendite im Januar schreiben möchte.

Eines steht fest: Hohe Renditeschwankungen
Die Monats-Renditen werden im Jahr 2021 sehr stark schwanken. Ich teste gerade eine neue Plattform, wo ich höhere Summen in einzelne Darlehen investiere. Dafür gibt es zwar hohe Zinsen, allerdings bleiben die meisten Kredite lange in Verzug. Das führt dazu das ich Verzüge von mehreren Monaten im Jahr 2021 erwarte. Im Idealfall werden diese Kredite mit mehreren Monaten Verzug dann doch abbezahlt. Dies könnte dazu führen das ein Monat mal nur 5% Rendite bringen wird, im nächsten Monat dann eventuell wieder 20% Rendite, weil der Kredit in Verzug abbezahlt wurde.

Meine Berichte im Jahr 2021:
Weiterhin wird es die Berichte über die Quartalsrenditen geben, bei denen ich meine Renditen bei vielen Plattformen veröffentliche. Allerdings nicht von allen Plattformen. Alle Plattformen werden nur in der Gesamtrendite bei den Monatsrenditen berücksichtigt. Die Quartalsberichte der einzelnen Plattformen gibt es nur quartalsweise, weil die Renditen bei den einzelnen Plattformen zu oft zu stark schwanken. Das könnte dann schnell ein zu positives oder zu negatives Bild abgeben.

Ich wünsche allen Lesern einen erholsamen Jahreswechsel und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr 2021!

 
 
 
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