Diese P2P Plattformen und Kreditanbahner sind besonders vom Krieg betroffen

Während in der Ukraine der Krieg herrscht, spüren auch die meisten Menschen in Europa die Auswirkungen des Krieges. Auch Kreditgeber und P2P Plattformen bekommen Auswirkungen zu spüren.

In diesem Artikel schaue ich welche P2P Plattformen und Kreditgeber besonders vom Krieg betroffen ist bzw. in Probleme geraten könnte.

Als aller Erstes schaue ich auf die verschiedenen Ländern und wie stark diese von Russland abhängig sind. Denn durch den Krieg und den Sanktionen wird der Handel zwischen den Ländern stark abnehmen. Das kann dazu führen das viele Unternehmen Insolvenz anmelden, Mitarbeiter entlassen müssen. Das kann die Wirtschaft treffen und hätte auch Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote und könnte zu mehr Ausfalldarlehen kommen.

1. Import / Export – Die Abhängigkeit zu Russland

LandPunkte Bemerkungen

Bulgarien

3 von 5
Punkte
Russland ist 5. wichtigster Importeur nach Bulgarien.
6,2% aller Importe kommen von Russland

Estland

2 von 5
Punkte
Russland ist 5. größter Importeur mit einem Anteil von 8,3%

Finnland

2 von 5
Punkten
Russland ist 3. größter Importeur mit einem Anteil von 9,4%

Lettland

1 von 5 Punkten Russland ist 2. größter Exporteur von Lettland mit 12,9%.

Russland ist 5. größter Importeur von Lettland mit 6,2%

Litauen

0 von 5 Punkten Russland ist wichtigster Exporteur von Litauen mit 13,4%.

Russland ist 3. größter Importeur von Litauen mit einem Anteil von 8,8%.

Polen

4 von 5
Punkten
Russland ist 5. größter Importeur von Polen mit einem Anteil von 4,4%.

Rumänien

5 von 5 Punkten Russland gehört nicht zu den 5 wichtigsten Importländer und nicht zu den 5 wichtigsten Exportländer.

Slowakei

5 von 5 Punkten Russland gehört nicht zu den 5 wichtigsten Importländer und nicht zu den 5 wichtigsten Exportländer.

Spanien

5 von 5 Punkten Russland gehört nicht zu den 5 wichtigsten Importländer und nicht zu den 5 wichtigsten Exportländer.

Tschechien

5 von 5 Punkten Russland gehört nicht zu den 5 wichtigsten Importländer und nicht zu den 5 wichtigsten Exportländer.

Quelle: https://www.wko.at/service/zahlen-daten-fakten/laenderprofile-EU.html

Als nächstes schaue ich mir die aktuelle Inflationsrate an. Je höher die Inflation desto eher könnte es zu höheren Ausfallquoten der Darlehen kommen. Wenn Kreditnehmer deutlich mehr für Energie und Lebensmittel ausgeben, bleibt am Ende eventuell nichts mehr für die Kreditrate übrig.

2. Inflationsraten in den verschiedenen Ländern

Angegeben ist die Inflationsrate zum Vorjahresmonat. Die Daten sind von Februar 2022

LandPunkte Bemerkungen

Bulgarien

2 von 5
Punkte
8,4% Inflation

Estland

1 von 5
Punkte
11,6% Inflation

Finnland

5 von 5
Punkten
4,4% Inflation

Lettland

2 von 5
Punkten
8,8% Inflation

Litauen

0 von 5
Punkten
14% Inflation

Polen

2 von 5
Punkten
8,1% Inflation

Rumänien

3 von 5
Punkten
7,9% Inflation

Slowakei

2 von 5
Punkten
8,3% Inflation

Spanien

3 von 5
Punkten
7,6% Inflation

Tschechien

1 von 5
Punkten
10% Inflation

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/217052/umfrage/inflationsraten-in-den-laendern-der-eu-monatswerte/

Gesamtergebnis der Länder

LandPunkte

Spanien

8 Punkte

Rumänien

8 Punkte

Finnland

7 Punkte

Slowakei

7 Punkte

Polen

6 Punkte

Tschechien

6 Punkte

Bulgarien

5 Punkte

Estland

3 Punkte

Lettland

3 Punkte

Litauen

0 Punkte

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sind am stärksten von den Auswirkungen betroffen. Auch wegen der geografischen Nähe.

Länderverteilung bei den P2P Plattformen

Plattform  Bemerkungen
Swaper 7,3 Punkte von 10Die 3 am stärksten gewichteten Länder bei Swaper sind:

Polen
Spanien
Dänemark
Esketit 5,7 Punkte von 10Die 3 am stärksten gewichteten Länder bei Creamfinance (Esketit) sind:

Polen
Lettland
Spanien

(Polnische Kredite gibt es nur bei Mintos)
ViaInvest 5,7 Punkte von 10Die 3 am stärksten gewichteten Länder bei ViaSMS sind:

Lettland
Schweden
Polen
Lendermarket 5,3 Punkte von 10Die 3 am stärksten gewichteten Länder bei Creditstar (Lendermarket) sind:

Estland
Polen
Finnland
Afranga 5,0 Punkte von 10Alle Kredite bei Afrange kommen aus Bulgarien
Bondora 4,9 Punkte von 10Über die Hälfte der Kredite
bei Bondora kommen aus Estland. (55%)

36% aus Finnland

9% aus Spanien
Estateguru 3,8 Punkte von 10Die 3 Hauptländer sind:
Estland: 43%
Litauen: 18%
Deutschland: 16%
Heavyfinance 3,8 Punkte von 10Die 3 am stärksten gewichteten Länder bei HeavyFinance sind:

Litauen
Bulgarien
Portugal

Wobei die meisten Kredite aus Litauen stammen.
Omaraha 3,6 Punkte von 10Die meisten Darlehen stammen aus Estland (86%)

14% der Darlehen kommen aus der Slowakei
Monestro 2,0 Punkte von 10Die meisten Kredite bei Monestro kommen aus den 3 baltischen Staaten:
Estland, Lettland, Litauen.
Moncera 1,5 Punkte von 10Die Darlehen kommen aus Estland und Litauen.
Finbee 0,0 Punkte von 10Alle Kredite aus Litauen.

Es könnte zu erhöhten Ausfallquoten kommen.
NeoFinance 0,0 Punkte von 10Alle Kredite aus Litauen.

Es könnte zu erhöhten Ausfallquoten kommen.
RoboCash 0,0 Punkte von 10RoboCash ist direkt wegen Kredite aus Russland betroffen.

Auch wenn Robocash selber keine russischen Kredite anbietet, hat Robocash ein sehr großes Russland Portfolio (Seite 11). Ca, 44%

Twino 0,0 Punkte von 10Twino ist direkt wegen Kredite aus Russland betroffen
PeerBerry 0,0 Punkte von 10PeerBerry ist direkt wegen Kredite aus Russland und der Ukraine direkt betroffen

Auf die Plattformen Swaper, Esketit, ViaInvest und Lendermarket scheint der Krieg die geringsten Auswirkungen zu haben.

Die Bewertung zeigt nur ob eine Plattform vom aktuellen Krieg in der Ukraine meiner Meinung nach stark oder eher weniger betroffen ist. Natürlich hängt es jetzt auch davon ab wie lange der Krieg dauern wird.

Sollten die Ausfallqioten steigen, dürften die ersten Auswirkungen ca. ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn zu sehen sein. Also ca. ab September 2022.

Es könnten selbst die am stärksten betroffenen Plattformen alle diese Krise überstehen. Ich rechne aber damit das bei Plattformen ohne Rückkaufverpflichtung die Rendite für Anleger sinken wird. Bei Plattformen mit Rückkaufverpflichtung könnten die Kreditgeber in diesem Jahr einen niedrigeren Gewinn oder einen Verlust erwirtschaften.

Ich setze zur Zeit auf kurzfristige P2P Kredite. Und versuche mein Baltikum P2P-Anteil in der nächsten Zeit etwas zu reduzieren. Zum Beispiel indem ich mein Portfolio jetzt bei Esketit erhöhe.

 

21,9% Rendite im Februar 2022 bei P2P Plattformen

In diesem Artikel geht es um die erzielten Renditen durch die P2P-Anlage im Februar 2022. Am 24. Februar begann der Ukraine Krieg. Jedoch war ich in den ersten Tagen sehr zurückhaltend und habe noch nicht viel im Februar unternommen. Die ersten Auswirkungen auf die Rendite wird der Krieg erst im März haben.

Im Februar 2022 betrug die Rendite des P2P-Portfolios nach Ausfällen und Abschreibungen 21,9% p.a. Das Ergebnis ist sogar noch leicht besser als der Januar, wo ich 18,2% Nettorendite p.a. erzielen konnte.

Die berechnete Rendite ist die Netto-Rendite nach Ausfällen und Plattformpleiten und Abschreibungen.

Meine bisherige P2P Gesamtrendite und eine Prognose der nächsten Monate

Die letzten 3 Monate:

Dezember 2021

Januar 2022

Februar 2022

+20,6 %

+18,2 %

+21,9 %

Rechner

Gesamtrendite in den letzten 3 Monaten:

+20,2 % p.a.   

Zunkunft Rendite-Prognose der nächsten Monate:

März 2022 April 2022 Mai 2022

17-22 %

14-19 %

12-17 %

Im Februar sind meine Ausfälle deutlich gesunken. Bei Bondora, Finbee und Finbee Tschechien hat sich die Ausfallsumme verringert (Alle Kredite mit mehr als 60 Tagen in Verzug). Es gab also mehr Zahlungen von ausgefallenen Darlehen als neue Ausfälle dazugekommen sind. Deswegen hatte ich im Februar eine höhere negative Abschreibung, was die Rendite deutlich erhöht, weil alle Kredite bei Bondora und Finbee bereits zu 100% als Verlust abgeschrieben worden sind.

Es war die größte monatliche negative Abschreibung seit Juni 2021. Damals hatte ich über 3.600€ von der Plattform Monestro auf einen Schlag erhalten.

Bei Finbee ist meine Ausfallsumme (Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug = 26.867 €) auf den tiefsten Stand seit Dezember 2019 gesunken, obwohl ich wieder seit längerem in neue Kredite investiere. Der Höhepunkt der Ausfallsumme bei Finbee war im August 2020 (30.689 €).

Ein Ausblick ist schwierig wegen der Situation in der Ukraine und den Auswirkungen. Ich gehe kurzfristig von höheren Renditen aus, weil ich auf den Zweitmärkten aktiv bin und Kredite mit Abschlägen aufkaufe. Das erhöht einmalig die Rendite. Sollte ich die Kredite mit Abschlägen nicht mehr verkaufen, werden diese in den folgenden Monaten mit Verlusten abgeschrieben.

Die Situation ähnelt sich wie beim Ausbruch von Corona. Im März und April 2020 konnte ich hervorragende Renditen erzielen durch Zweitmarkthandel. In den Monaten danach allerdings (Mai, Juni, Juli 2020) waren die Renditen schwächer, weil ich die Kredite wieder größtenteils mit Verlusten wieder verkauft habe.

Hier gibt es übersichtlich alle Monatsrenditen seit dem Jahr 2011 aufgelistet.

Der Ukraine Krieg und die Auswirkungen

strategiewechsel

Am 24.02.2022 wurde ich vom Einmarschieren der russischen Armee in die Ukraine überrascht. Mein russischer Anteil am P2P Portfolio beträgt 0,2%. In den Jahren zuvor war ich noch stärker in russische Darlehen investiert. Zum Beispiel bei Twino.

Bisher habe ich noch keine russischen Kredite verkauft. Es handelt sich dabei um Kredite vom Kreditgeber Kviku auf der Plattform IUVO Group. Da Kviku keine Zahlungen mehr leisten kann, ist mit einem Teilverlust oder Totalverlust zu rechnen. Überweisungen von Russland ins Ausland sind zur Zeit nicht möglich. Wann wieder Zahlungen von Russland aus ins Ausland vorgenommen werden können ist noch nicht bekannt. Eventuell ist es möglich über Umwege nach China das Kaptial nach Europa zu senden. Dabei würden jedoch hohe Gebühren entstehen.

Bei Kviku gehe ich von einem hohen Verlust für Anleger aus. Selbst wenn alle Kreditnehmer zahlen würden, hat der russische Rubel seit Kriegsbeginn viel an Wert verloren. Ich habe die russischen Kviku Kredite bereits mit Abschlag zum Verkauf gestellt, jedoch wurde bisher noch nichts verkauft. Eventuell werde ich bald den Abschlag erhöhen, damit die Kredite teilweise oder alle verkauft werden.

Russland-Verluste und die Rendite

Da ich nur einen sehr kleinen Teil in russischen Krediten investiert habe, gibt es 2 Szenarien:

  • Entweder ich verkaufe alle russischen Darlehen mit Verlusten auf dem Zweitmarkt. Zum Beispiel bei einem Abschlag von -60% würde die Monatsrendite im März um ca. 1,4% geringer ausfallen.
  • Oder ich lasse die Kredite in meinem Portfolio und warte auf eventuelle Zahlungen. Falls die Zahlungen der Rückkaufgarantie ausbleiben, schreibe ich jeden Monat 5% der Ausfall-Summe als Verlust ab.

Mein Zweitmarkt-Handel seit Kriegsbeginn

Ähnlich wie zu Beginn der Corona-Krise wollen manche Anleger aussteigen und stellen Darlehen mit einem Abschlag zum Verkauf ein. Diese Kredite kaufe ich dann ein, behalte diese bis Laufzeitende oder verkaufe diese zu einem geringeren Abschlag wieder. Zum Beispiel beim P2P Marktplatz Mintos.

Bei kurzen Laufzeiten behalte ich die Kredite meistens. Bei höheren Laufzeiten stelle ich die Kredite wieder zu einem geringeren Abschlag zum Verkauf ein. Dabei achte ich auf die Länder.

Kredite aus Russland und der Ukraine kaufe ich derzeit nicht (Auch nicht zu 55% Abschlag). Aber aus den anderen Ländern kaufe ich Kredite von mir bereits bekannten Kreditgebern. Diese werden teilweise auch mit Abschlag angeboten, obwohl diese keine Kredite aus Russland oder der Ukraine anbieten.

Anleger benötigen Kapital und wollen Kredite schnell verkauft haben. Ich übernehme das Risiko verhelfe anderen Anlegern zu schnellem Kapital und werde dafür mit einem einmaligen Abschlag belohnt.

Zu beachten sind jeweils die Gebühren auf den Zweitmärkten. Manche Plattformen verlangen 1% Verkäufer-Gebühr. Manche sind komplett kostenlos. Mintos zum Beispiel nimmt 0,85% einmalige Verkaufsgebühr.

Lendermarket

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die P2P-Anlage
Auch wenn Kreditgeber oder P2P Plattformen nicht in Russland oder der Ukraine aktiv sind, kann es dennoch Auswirkungen haben.

Dadurch das wir in fast allen Ländern gestiegene Preise haben, könnten mehr Kreditnehmer als normalerweise in Zahlungsprobleme kommen. Das könnte den Gewinn der Kreditgeber in diesem Jahr verringern oder sogar ein Verlustjahr für manche Kreditanbahner entstehen.

Eine Maßnahme dagegen sind höhere Zinsen. Dies ist bereits zu beobachten. Manche Plattformen haben die Zinsen bereits erhöht. Zum Beispiel hat Lendermarket die Zinsen auf bis zu 16% erhöht. Auch manche Kreditanbahner bei Mintos haben die Zinsen erhöht.

Rendite nach allen Ausfällen
Die größten Teile der Kreditausfälle habe ich bereits im Laufe der Zeit als Verlust abgeschrieben.

PlattformAnteil der abgeschriebenen Darlehen
LendermarketKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Bondora100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+0,6% gegenüber dem Vormonat
Mintos100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

Aktuell weniger als 2 Euro in "Recovery"
Finbee100,0% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+0,0% gegenüber dem Vormonat
AfrangaKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
OmarahaKeine Darlehen mit mehr als 100 Tagen in Verzug.
Werden automatisch mit Verlust von Omaraha verkauft
HeavyFinance28,8% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

-8,9% gegenüber dem Vormonat
EsketitKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Iuvo Group100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
MonceraKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
SwaperKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Lenndy55,6% des kompletten Kapitals bei Lenndy bereits abgeschrieben
(Investiert + Nicht investiert)

+0,6% gegenüber dem Vormonat

Hinweis: Durch Handel auf dem Zweitmarkt ändert sich die "Ausfallsumme" häufiger.
Viventor100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
NeoFinance93,4% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

-2,9% gegenüber dem Vormonat
MonestroKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Finbee Tschechien100,0% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+0,0% gegenüber dem Vormonat

Verhältnis P2P Gewinne zu den monatlichen Abschreibungen:

Im Februar gab es eine negative Abschreibung
Zu den erhaltenen Zinsen kamen 15% von negativen Abschreibungen hinzu
Von allen Zinsen + Zweitmarktgewinnen kamen also noch 15% durch Inkassozahlungen hinzu

    —> 150€ durch negative Abschreibungen insgesamt bei allen Plattformen
    —> 1000€ Gewinne insgesamt bei allen Plattformen
    —> Nettogewinn: 1150€

Bei einem Wert von 100% würden alle erhaltenen Gewinne für monatliche Abschreibungen weg gehen und die Rendite würde 0% betragen. Bei einem Wert von über 100% wäre die Rendite negativ.
Also: Je geringer der Anteil desto besser.

Meine P2P-Anlage Rendite im Vergleich zum MSCI World:
Der MSCI World Index (inklusive Ausschüttungen) hatte im Februar 2022 eine negative Rendite von -2,9%. Aufs Jahr gesehen entspricht dies einer Rendite von -34,8% p.a.
Im Vergleich dazu hat mein verwaltetes Portfolio im Februar 2022 eine Rendite von 21,9% p.a. bei der P2P-Anlage erzielen können.

Quelle: Meine P2P-Anlage Rendite im Vergleich zum MSCI World Index (inklusive Reinvestiton der Ausschüttungen) Quelle: Justetf.com

Der Stand am Ende Februar 2022 sieht so aus:

  1. Meine P2P Rendite: Von 100 Punkten auf jetzt 515 Punkte
  2. MSCI World: Von 100 Punkten auf jetzt 341 Punkte

Fazit:
Die Rendite im Februar 2022 war der beste Renditemonat seit Juni 2021. Nur durch viele Inkassozahlungen war eine Rendite von über 20% möglich.

Durch höhere Zinsen, welche es seit dem Krieg gibt und zusätzlichen Cashback-Aktionen könnte die Rendite in den folgenden Monaten weiterhin höher als erwartet ausfallen.

Eventuell werde ich meine russischen Kredite in den nächsten Monaten verkaufen können. Einen zu hohen Abschlag möchte ich aber nicht anbieten. Eher noch etwas abwarten.

Die Abschreibungen sind auf einem sehr niedrigen Stand. Sogar negativ. Das dürfte sich im Laufe des Jahres ändern, wenn es vermehrt zu Ausfällen kommt.

Bei P2P-Anlagen kommen die Auswirkungen von Krisen etwa mit einem halben Jahr Verspätung an. Deswegen dürften sich die Abschreibungen in den letzten Monaten des Jahres 2022 sicherlich ansteigen.

 

18,2% Rendite im Januar 2022 bei P2P Plattformen

Durch den Ukraine-Konflikt kommt mein P2P Januar Rendite Update etwas verspätet. Im Januar 2022 betrug die Rendite des P2P-Portfolios nach Ausfällen und Abschreibungen 18,2% p.a.

Damit beginnt das Jahr 2022 etwas besser als das komplette Jahr 2021. Im Jahr 2021 konnte ich eine Rendite von 17,2% erzielen.

Die berechnete Rendite ist die Netto-Rendite nach Ausfällen und Plattformpleiten und Abschreibungen.

rendite-januar-2022


Meine bisherige P2P Gesamtrendite und eine Prognose der nächsten Monate

Die letzten 3 Monate:

November 2021

Dezember 2021

Januar 2022

+11,0 %

+20,6 %

+18,2 %

Rechner

Gesamtrendite in den letzten 3 Monaten:

+16,6 % p.a.   

Zunkunft Rendite-Prognose der nächsten Monate:

Februar 2022 März 2022 April 2022

17-22 %

13-18 %

12-17 %

Im Januar hatte ich noch geringere Abschreibungen als im Vormonat. Allerdings etwa 15% weniger Einnahmen insgesamt als noch im Dezember. Deswegen sinkt die Rendite etwas auf 18,2% pro Jahr.

Bei Finbee sank die Ausfallsumme wieder leicht und deswegen hatte ich wieder mal eine negative Abschreibung bei Finbee. Auch bei Finbee Tschechien gab es wieder mal Zahlungen aus dem Inkasso.

Mit meiner Prognose von 16-21% Rendite im Januar lag ich genau im Mittelfeld.

Für Februar könnte die Rendite wieder über 20% liegen, da ich wieder sehr hohe Inkassozashlungen bei Finbee erhalten habe. Obwohl ich bei Finbee weiter investiere, sinkt die Ausfallsumme immer weiter und liegt derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2020.

Für die Monate danach sehe ich aber keien 20% Rendite mehr, sondern eine Stabilisierung.

Hier gibt es übersichtlich alle Monatsrenditen seit dem Jahr 2011 aufgelistet.

Strategie-Wechsel wegen Inflation seit Januar 2022

strategiewechselDa die Inflation in Deutschland weiterhin sehr hoch ist, habe ich zum Jahreswechsel einen Strategiewechsel vorgenommen. Bei der P2P-Anlage investiere ich seit 1.1.2022 vermehrt in kürzere Laufzeiten um flexibler zu sein.

Ab Januar 2022 mehr kurzfristige P2P-Anlagen

Der Großteil meiner P2P Investitionen ist aktuell langfristig investiert. Ich bevorzugte bisher lang laufende Darlehen von bis zu 5 Jahren. Bei Plattformen ohne Rückkaufgarantie investierte ich bisher meistens in die am längsten laufende Darlehen. Dies ändere ich nun und investiere in kürzer laufende Kredite.

Ziel ist es den Anteil der Kredite in langlaufende Kredite zu verringern. Unter anderem plane ich mein Portfolio bei Esketit auf 100.000€ zu erhöhen. In meist kürzer laufenden Darlehen.

Erste Kreditausfälle bei HeavyFinance
Bei HeavyFinance kann ich immer noch positive Renditen erwirtschaften. Dadurch das ich weiterhin Kredite als Verlust abschreibe, welche mehr als 60 Tage in Verzug sind, könnten die Renditen bei HeavyFinance allerdings bald sinken.
Da die Kredite alle mit großen Maschinen abgesichert sind, gibt es die Möglichkeit das es zu keinen Verlusten bzw. zu geringen Verlusten kommen wird. Teilweise erhalte ich verspätete Zahlungen mit zusätzlichen Verzugszinsen. Diese sind mit 36,5% schon sehr hoch.

Leider gibt es von Seitens HeavyFinance nicht sehr viele Informationen wie gegen Verzugskredite vorgegangen wird. Nach mehreren Monaten Verzug ohne Zahlungen wären Informationen über die weiteren Vorgänge schon erwünscht.

Deswegen beobachte ich jetzt wie in der nächsten Zeit mit Verzugskrediten umgegangen wird.

Rendite nach allen Ausfällen
Die größten Teile der Kreditausfälle habe ich bereits im Laufe der Zeit als Verlust abgeschrieben.

PlattformAnteil der abgeschriebenen Darlehen
LendermarketKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Bondora99,4% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

-0,6% gegenüber dem Vormonat
Mintos100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

Aktuell weniger als 2 Euro in "Recovery"
Finbee100,0% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+0,0% gegenüber dem Vormonat
AfrangaKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
OmarahaKeine Darlehen mit mehr als 100 Tagen in Verzug.
Werden automatisch mit Verlust von Omaraha verkauft
HeavyFinance37,7% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+22,0% gegenüber dem Vormonat
EsketitKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Iuvo Group100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
MonceraKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
SwaperKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Lenndy55,0% des kompletten Kapitals bei Lenndy bereits abgeschrieben
(Investiert + Nicht investiert)

+5,0% gegenüber dem Vormonat

Hinweis: Durch Handel auf dem Zweitmarkt ändert sich die "Ausfallsumme" häufiger.
Viventor100% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben
NeoFinance96,3% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+1,3% gegenüber dem Vormonat
MonestroKeine Darlehen mit mehr als 60 Tagen in Verzug
Finbee Tschechien100,0% aller Darlehen mit mehr als 60 Tagen Verzug bereits abgeschrieben

+0,0% gegenüber dem Vormonat

Verhältnis P2P Gewinne zu den monatlichen Abschreibungen:
Nur 3% der Gewinne gingen für Abschreibungen drauf
Von allen Zinsen + Zweitmarktgewinnen blieb also Netto 97% nach Abschreibungen übrig.

    1. Beispiel:
  1. —> 30€ durch Abschreibungen insgesamt bei allen Plattformen
  2. —> 1000€ Gewinne insgesamt bei allen Plattformen
    —> Nettogewinn: 970€

Bei einem Wert von 100% würden alle erhaltenen Gewinne für monatliche Abschreibungen weg gehen und die Rendite würde 0% betragen. Bei einem Wert von über 100% wäre die Rendite negativ.
Also: Je geringer der Anteil desto besser.

Meine P2P-Anlage Rendite im Vergleich zum MSCI World:
Der MSCI World Index (inklusive Ausschüttungen) hatte im Januar 2022 eine negative Rendite von -3,9%. Aufs Jahr gesehen entspricht dies einer Rendite von -46,8% p.a.
Im Vergleich dazu hat mein verwaltetes Portfolio im Januar 2022 eine Rendite von 18,2% p.a. bei der P2P-Anlage erzielen können.

Quelle: Meine P2P-Anlage Rendite im Vergleich zum MSCI World Index (inklusive Reinvestiton der Ausschüttungen) Quelle: Justetf.com

Der Stand am Ende Januar 2022 sieht so aus:

  1. Meine P2P Rendite: Von 100 Punkten auf jetzt 506 Punkte
  2. MSCI World: Von 100 Punkten auf jetzt 351 Punkte

Fazit:
Das Jahr startet mit einer starken und überdurchschnittlichen Rendite. Die Abschreibungen sind auf einem sehr niedrigen Stand.

Für 2022 rechne ich weiterhin mit einer Rendite von ca. 12-15% nach Ausfällen wenn es zu keinen Plattformausfällen oder Kreditgeberpleiten kommen sollte. Bei einem Ausfall einer ganzen Plattform oder eines Kreditgebers hängt es natürlich ab wie viel Kapital ich dort angelegt habe.

 

Mein Esketit Portfolio im März 2022: Über 35.000€ investiert

Nun ist schon bereits der zweite Monat zu meinem Ziel von einem 100.000€ Portfolio bei Esketit vergangen. Im Februar habe ich 15.000€ bei Esketit eingezahlt. Somit hat sich mein Portfolio von 20.055€ auf 35.200,95€ wieder fast verdoppelt.

esketit-2020-ziel100000

Meine Rendite im Februar 2022 bei Esketit:

    —> Zinsen: 145,22€
    —> Zweitmarktgewinne: +0,49 €
    —> Gesamt: 145,71€

So sieht die Übersicht aus:

esketit-uebersicht-maerz2022

Mittlerweile habe ich bereits Einnahmen von mehr als 1.200€ bei Esketit erzielt. Später in diesem Jahr wenn ich bei einem Portfolio von 100.000€ angekommen bin, wären das dann jeden Monat ca. 1.000€ Einnahmen. (Bei 12% Zins)

Februar 2022 in Zahlen:

ErgebnisseFebruar 2022Vormonat
Durchschnittliches Portfolio: 28.157,97 € 15.647,78 €
Einnahmen 145,71 € 148,78 €
Portfolio-Veränderung + 15.145,70 € + 9.148,78 €
Rendite: 6,2 % p.a. 11,4 % p.a.

Die Rendite lag im Februar nur bei 6,2% p.a., weil ich ja sehr viel im Februar eingezahlt hatte, wo die Zahlungstermine noch nicht fällig waren. Die 15.000€ die ich in Darlehen im Februar investiert habe, haben ja noch nicht den Zahltag gehabt.

Dafür wird es im März viel mehr Zinsen geben und die Rendite wird höher sein. Das ist der Effekt wenn man sehr viel in kurzer Zeit auf eine Plattform einzahlt, braucht es etwas bis die aufgelaufenen Zinsen bezahlt werden. Außerdem hatte der Februar nur 28 Tage. Im März dürfte die Rendite also deutlich über 12% liegen.

15.000€ Einzahlung im Februar

Im Februar habe ich 15.000€ bei Esketit eingezahlt und investiert:

    03.02.2022 —> 5.000€ Einzahlung
    14.02.2022 —> 5.000€ Einzahlung
    25.02.2022 —> 5.000€ Einzahlung

Anfang Februar hatte ich noch 89,4% Kredite ohne Verzug. Aktuell sind jetzt 78,8 % der Anlagesumme ohne Verzug. Damals hatte ich allerdings vorher in sehr viel neue Kredite investiert, welche noch nicht in Verzug gehen konnten. Jetzt ist es genauso das das frisch investierte Kapital noch gar nicht in Verzug gehen konnte, weil die Kredite erst im März fällig werden.
Ich erwarte das der prozentuale Anteil der Kredite in den nächsten Monaten welche nicht in Verzug sind, im Bereich zwischen 60-75% schwanken dürfte.

esketit-portfolio-maerz-late

Kreditlaufzeiten

Meine Konzentration liegt bei Esketit auf kurzfristige Darlehen. Fast alle Kredite laufen nur maximal 30 Tage.

esketit-portfolio-days-maerz

Mein Portfolio

Ich habe den spanischen Anteil weiter leicht reduziert. Dieser bleibt aber weiterhin der Hauptteil. Der jordanische Anteil habe ich auf 8,5% erhöht. Den tschechischen Anteil habe ich ebenfalls leicht erhöht auf jetzt 1,9%.

LänderverteilungAnteil in ProzentVeränderung
zum Vormonat
Aktueller Zinssatz
Spanien Spanien

89,6 %

- 2,2 %12 %
Jordanien Jordanien

8,5 %

+ 1,4% 14 %
Tschechien Tschechien

1,9 %

+0,8 % 10 %
GESAMT:

100%

12,13% ( +0,01%)

Je größer das Portfolio desto mehr plane ich Länderübergreifend zu diversifizieren.

Manche Anleger investieren alles nur in jordanische Kredite. Das werde ich nicht tun. Es gibt noch keine auditierten Zahlen von Jordanien und die jordanischen Kredite haben keine Gruppengarantie.

Ich werde wohl maximal einen Anteil von 25% in jordanische Kredite investieren. Falls dann noch die Gruppengarantie dazu kommt und regelmässige Geschäftszahlen würde ich sogar noch erhöhen. Aber im aktuellen Zustand habe ich mir die maximale Grenze von 25% Anteil für jordanische Kredite gesetzt.

Gebotshöhe wieder erhöht. Jetzt bei 125€

Investiertes KapitalGebotshöhe je Kredit
Ab 10.000€50€ je Kredit
Ab 20.000€75€ je Kredit
Ab 30.000€125€ je Kredit
Ab 40.000€150€ je Kredit
Ab 50.000€200€ je Kredit
Ab 60.000€250€ je Kredit
Ab 70.000€275€ je Kredit
Ab 80.000€325€ je Kredit
Ab 90.000€350€ je Kredit
Ab 100.000€400€ je Kredit

Da das Portfolio die 30.000€ Marke überschritten hat liegt das Gebot pro Kredit jetzt bei 125€.

Der Ukraine Konflikt und die Auswirkungen

Der Ukraine Konflikt hat kurzfristig wenig Auswirkungen auf die Kreditgeber bei Esketit (Creamfinance). Denn diese sind nicht in Russland oder der Ukraine aktiv. Natürlich könnten Sanktionen oder wenn sich der Krieg auf ein NATO-Land ausweitet auch Länder wie Spanien, Jordanien oder Tschechien durch eine Wirtschaftskrise betreffen.

Ich beobachte die Lage weiterhin. Während es auf Plattformen mit Russland-Darlehen Abschläge auf dem Zweitmarkt von über 50%! und mehr gibt, ist die Lage bei Esketit bisher sehr ruhig. Es gibt keine Abschläge auf dem Zweitmarkt und alles läuft bisher unverändert.

Bisher plane ich weiterhin mein Ziel bei Esketit auf 100.000€ zu erhöhen. Kurzfristig hat sich erstmal nichts verändert. Sollte der Ukraine Konflikt jedoch sehr lange dauern und Europa zu einer Krise führen, werde ich die Lage neu bewerten.

Jordanische Kredite und die Währungsschwankungen

Jordanische Kredite werden bei Esketit in der Währung Euro ausgegeben. Kreditnehmer erhalten jedoch den Kredit in der Währung Jordanischer Dinar ausgezahlt. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Währungsschwankungen. Denn sollte der jordanische Dinar schnell an Wert verlieren, steigt die Belastung der Kreditgebers weil dieser die Anleger in Euro zurück zahlen muss.
Der jordanische Dinar ist seit dem Jahr 1995 fest an den US-Dollar gekoppelt.

Hierzu schaue ich mir den Wechselkurs von Euro zu jordanische Dinar an. Der Jordanische Dinar ist aktuell 3,7% stärker als im Durchschnitt der letzten 365 Tage (Im Chart dann: 0,963). Das ist ein guter Wert. Da Kredite zunächst in Dinar ausgegeben werden, und die Anleger später in Euro zurückgezahlt werden erhöht sich bei einer Währung die schwächer wird die Belastung des Kreditgebers.

Veränderung von Jordanischer Dinar/Euro – Aktueller Kurs zum durchschnittlichen Kurs der letzten 365 Tage:

jordanien-dinar-euro-mearz2022

Beispiel: Im roten Bereich war der jordanische Dinar schwächer als im Durchschnitt der letzten 365 Tage. Im Jahr 2017/2018 war der jordanische Dinar gegenüber dem Euro an Wert verloren.

Aktuell befindet sich der Jordanische Dinar in der grünen Zone bei 0,963. Das heißt: Der aktuelle Kurs ist 3,7% stärker als der Durchschnitt der letzten 365 Tage.

    JOD/EUR Durchschnitt der vergangenen 365 Tage: 1,2038
    JOD/EUR aktuell: 1,2496 (Schlusskurs: 25.02.22)

Sobald der aktuelle Kurs des jordanischen Dinar schwächer ist als der der letzten 365 Tage geht der Kurs in den roten Bereich. Im grünen Bereich plane ich den Anteil der jordanische Kredit zu erhöhen und im roten Bereich den Anteil etwas zu reduzieren.
Ab einem Wert von 1,05 werde ich nicht mehr in neue jordanische Kredite investieren. Also wenn der jordanische Dinar mehr als 5% verliert zum Vergleich der letzten 365 Tage.

1% Bonus für neue Anleger bei Esketit

Neue Anleger, die bei Esketit investieren, erhalten 1% Bonus wenn Sie sich über diesen Werbelink anmelden: www.esketit.com

Achtung: Wer sich direkt bei Esketit über die Startseite registriert bekommt keinen Bonus. Es muss ein Werbelink sein.

Und so funktioniert es:
Jeder neue Anleger der sich über den obigen Link bei Esketit anmeldet erhält einen Bonus von 1% des Investitions-Summe während der ersten 90 Tage. Ausgezahlt wird der Bonus jeweils nach 30, 60 und 90 Tagen.

Beispiel:
Anleger Anton meldet sich neu über den Werbelink bei Esketit an. Er zahlt 5.000€ bei Esketit ein und investiert alles in Darlehen. Nach 30 Tagen erhält Anton automatisch 50€ Bonus. Wenn Anton dann später während der ersten 90 Tage weitere 2.000€ einzahlt, erhält er später weitere 20€ Bonus automatisch auf sein Konto gutgeschrieben.

Ich hatte selbst 27.000€ bei Esketit eingezahlt und 270€ Bonus erhalten.

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Mein Ziel: 100.000€

Auf meiner LIVE-Portfolio Seite von Esketit sieht man die tägliche Entwicklung. Jeden Tag wird der aktuelle Kontostand aktualisiert:

Zur Zeit bin ich gut im Zeitplan das Ziel in diesem Jahr zu erreichen und könnte wenn es in dem Tempo weiter geht, nicht erst im Dezember das 100.000€ Portfolio erreichen sondern schon etwas früher im Oktober oder November.

Der nächste Zwischenbericht wird am 1. April veröffentlicht.

Auch Esketit selbst hat auf mein 100.000€ Ziel reagiert und hat einen englischen Blogartikel über mein Ziel geschrieben: —> https://blog.esketit.com/my-goal-2022-e100000-portfolio-at-esketit/

 

P2P Update: So reagiere ich jetzt auf den Ukraine Konflikt

Wie die meisten habe ich nicht damit gerechnet das es zu einem Krieg kommen könnte und das Russland in die Ukraine einmarschiert. Deswegen habe ich auch nicht regiert und meine russischen Darlehen nicht verkauft.

ukraine-konflikt

Dieser Artikel ist keine Anlage-Empfehlung sondern ich berichte nur davon wie ich jetzt in diesem Konflikt reagiere.

Mein Ukraine Portfolio: 0% vom P2P Gesamtportfolio

UkraineIn meinem gesamten P2P Portfolio besitze ich keine Kredite aus der Ukraine. Bei PeerBerry bin ich nicht investiert und bei Mintos habe ich nicht in SOS Kredit investiert. Auch auf dem Zweitmarkt werde ich nicht in Ukrainische Kredite investieren. Selbst bei 50% Abschlag nicht, da die Folgen nicht absehbar sind.

Mein Russland Portfolio: 0,2% vom P2P Gesamtportfolio

RusslandIn meinem gesamten P2P Portfolio machen russische Kredite etwa 0,2% aus. In den Jahren zuvor hatte ich deutlich höheres Russland-Portfolio. In 2022 habe ich nur in Kviku Kredite investiert. Für alle russischen Darlehensgeber rechne ich mit Zahlungsverzögerungen, selbst wenn die Kreditnehmer zahlen sollten. Sanktionen könnten Zahlungen von und nach Russland erschweren.

Um das Risiko der russischen Kreditgeber einschätzen zu können achte ich auf den Euro/Rubel Kurs. Für mich ein guter Indikator ist der Kurs im Vergleich mit vor einem Jahr. Derzeit ist der Rubel ca. 5% schwächer als vor einem Jahr. Das ist noch sehr moderat. Bei einer Jahresveränderung von mehr als 10% verringere ich normalerweise die Investitionen in Kredite aus den Ländern. Spätestens wenn der Kurs in einem Jahr mehr als 20% an Wert verliert, reagiere ich und verkaufe in der Regel solche Darlehen.

Dies habe ich auch bei Wowwo aus der Türkei so gemacht. Und im Nachhinein war es die richtige Entscheidung. Als die türkische Währung mehr als 25% in 9 Monaten verlor habe ich alle Woowo Kredite mit Verlusten verkauft. Im Quartalsbericht 2020/3Q habe ich darüber geschrieben. Obwohl ich Wowwo für einen guten Kreditgeber gehalten habe.

So reagiere ich jetzt in dem Konflikt

Da ich nur sehr wenig russische Darlehen im Portfolio habe, beobachte ich erstmal die Entwicklung in der Ukraine. Diese 4 Maßnahmen habe ich ergriffen

1. Cashreserve auf Plattformen mit Zweitmarkt

Normalerweise versuche ich möglichst wenig verfügbares Kapital auf Plattformen zu lassen, sondern alles 100% in Darlehen zu investieren um eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Nun schaffe ich mir eine kleine Cashreserve auf Plattformen mit einem Zweitmarkt. Wenn es dann Angebote von Darlehen mit Abschlag gibt, nutze ich diese Cashreserve um diese Anteile zu kaufen.

MintosBei Mintos habe ich zusätzlich Kapital eingezahlt weil ich in der Vergangenheit (Corona-Krise) sehr gute Angebote auf dem Zweitmarkt gab. Hier könnte es auch in den nächsten Tagen Chancen geben, wenn Kredite mit einem Abschlag angeboten werden. Damit helfe ich anderen Anleger, welche aussteigen wollen. Dabei konzentriere ich mich auf Kreditgeber die keine Kredite aus Russland oder der Ukraine anbieten. Bei mehreren Prozent Abschlag wäre ich dann bereit diese Kredite zu kaufen. Auch wenn diese nicht so gut verzinst werden.

Bei russischen Darlehen habe ich schon etwas experimentiert. Bei 30% Abschlag habe ich einige russische Kviku Kredite gekauft und mittlerweile wieder günstiger und mit Gewinn verkaufen können. Dies allerdings mit nur geringem Kapital. Ich wollte erstmal testen ob es funktioniert. Ab 50% Abschlag auf russische Kredite überlege ich mir Kredite mit höheren Summen auf dem Zweitmarkt zu kaufen. Das wäre dann allerdings sehr viel Risiko und das kann dann natürlich zu einem Totalverlust führen. Wenn es gut geht und sich der Konflikt sich wieder beruhigt oder endet und die Abschläge zum Beispiel wieder auf 10% sinken wären das 80% Gewinn in der Zeit.

Beispiel: 100€ Kredit

    Kauf zu 50€ (50% Abschlag)
    Verkauf zu 90€ (Verkauf zu 10% Abschlag)
    _______________________
    Gewinn: 40€ = 80%

Aber das würde ich niemanden empfehlen, da einfach blind mit Abschlägen zu kaufen. Denn der Konflikt könnte länger dauern und der Kreditgeber insolvent gehen. Dann wäre im schlimmsten Fall ein Totalverlust. Und das sollte man dann auch verkraften können.

2. Konzentration auf kurzfristige Kredite

Schon seit Beginn des Jahres 2022 konzentriere ich mich wegen der Inflation von über 5% mehr auf kurzfristige Kredite. Hier habe ich darüber geschrieben.
Der Konflikt könnte auch dazu führen das die Zinsen bei den Plattformen wieder ansteigen. Auch dann wäre es von Vorteil eher kurzfristige Kredite im Portfolio zu haben um dann schneller von den neuen höher verzinsten Darlehen zu profitieren. Bei Esketit investiere ich vermehrt in kurzfristige Darlehen. Mein Ziel bei Esketit in diesem Jahr auf 100.000€ zu erhöhen bleibt bestehen. Alleine im Februar habe ich 15.000€ bei Esketit eingezahlt und investiert. Ich sehe kurzfristig keine Auswirkungen auf die Plattform Esketit und deren Kreditgeber Creamfinance.

3. Keine Investitionen in Geschäftskredite mehr

Ein Großteil meiner Investitionen sind in Konsumkredite investiert. Ein kleiner Teil in Geschäftskredite. Doch dieser Konflikt könnte zu einer Wirtschaftskrise in Europa führen. Das würde dann als erstes die Unternehmen treffen. Vermutlich am stärksten Unternehmen aus dem östlichen Raum mit mehr Bezug zu Russland. Deswegen werde ich erstmal nicht mehr in Unternehmenskredite investieren.

4. Langfristige Betrachtung

Sollte der Konflikt und die Folgen zu einer Wirtschaftskrise in Europa führen, würde das dann auch die Zahlungmoral der Kreditnehmer betreffen. Bei höherer Arbeitslosenquote können die Kreditnehmer die Kredite nicht mehr abzahlen und als Folge gäbe es mehr Ausfälle und geringere Gewinne bzw. Verluste der Kreditgeber. Aber dies würde erst mit einer Verzögerung von mehreren Monaten eintreffen. Auch beobachte ich andere Währungen wie den polnischen Zloty wie diese sich zum Euro entwickeln.

Fazit: In der Hoffnung das es den Menschen in der Ukraine bald besser geht beobachte ich die Lage erstmal weiter und ändere nicht sehr viel bei meinem Anlageverhalten. Vermehrt investiere ich kurzfristig um besser auf höhere Zinsen oder einer Wirtschaftskrise reagieren zu können. Plattformen ohne Zweitmarkt reduziere ich auch, um auch dort schneller und besser reagieren zu können.

 
 
 
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